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Netzhautablösungen gefährden die Sehkraft

Netzhautablösungen gefährden die Sehkraft

Netzhautablösungen sind Krankheiten, die nicht unterschätzt werden dürfen. Die Netzhaut, die durch verschiedene Ursachen geschädigt werden kann, ist ein äusserst empfindliches Organ. Der komplexe Aufbau der Netzhaut kann bei einer Amotio retinae kurzfristig Symptome hervorrufen, die unbedingt behandelt werden müssen. Je nachdem, welche Schicht bei einer Netzhautablösung erkrankt ist, wird der Glaskörper des Auges unter Umständen stark in Mitleidenschaft gezogen. Diese Irritationen sind meist nicht mehr umkehrbar. Die Netzhautablösungen gehören daher immer in die Hände eines Facharztes.

Warum wird bei Netzhautablösungen der Augenexperte tätig?

Der Augenarzt ist in der Lage, eine fundierte Diagnose zu stellen und eine geeignete Therapie einzuleiten. In Abhängigkeit von der jeweiligen Ursache werden einzelne therapeutische Schritte sorgfältig geplant. Bei einem Verdacht auf eine Netzhautablösung ist ein rasches, zielgerichtetes Handeln angesagt. Ansonsten schreiten derartige Krankheiten schnell fort und die Folgen sind für die Betroffenen teilweise sehr ernst. Der erste Weg führt dich somit zunächst zu den Augenärzten. Sie übernehmen die Diagnose und überweisen dich bei Bestätigung des Verdachts auf Netzhautablösung, Netzhautriss oder Glaskörperabhebung zeitnah an eine Fachklinik oder an Spezialabteilungen in den Krankenhäusern.

Welche Symptome des Glaskörpers treten bei einer Amotio retinae auf?

Die Symptome einer Netzhautablösung sind für den Laien nicht immer eindeutig, aber von einer Amotio retinae kann ausgegangen werden, wenn

  • plötzlich und vorübergehend Erscheinungen wie Punkte, Fäden oder Flecken im Gesichtsfeld wahrgenommen werden (Mouches volantes)
  • sogenannte optische Halluzinationen ähnlich des Augenflimmerns (Lichtblitze)bei der Migräne (Photopsien) auftreten
  • sich Ausfälle des Gesichtsfeldes einstellen (Skotom)
  • es zur Zunahme der Lichtsensibilität, Lichtscheu (Photophobie) kommt
  • die Sehschärfe oder Sehleistung nachlässt (Minderung des Visus)
  • verzerrtes Sehen eintritt oder sogenannter „Russregen“ gesehen wird

Diese Anomalien sind sichere Hinweiszeichen, die einer sofortigen Therapie bedürfen. Die Auslöser sind einerseits die Glaskörperabhebung und andererseits Einblutungen in die Netzhaut. Netzhautablösung und Netzhautriss machen schon zu Beginn durch entsprechende Krankheitszeichen auf sich aufmerksam. Sie gelten unter den Augenärzten als Notfall.

Wie entstehen Risse in der Retina?

Risse, Löcher und Netzhautablösungen ziehen schon innerhalb kürzester Zeit eine Erblindung nach sich. Ausgelöst werden diese Defekte durch degenerative Prozesse am Augenhintergrund. Die Amotio retinae ist besonders tückisch, weil keine Schmerzen auftreten.

Welche Ursachen führen zu Netzhautablösungen?

Zum Glück kommen Netzhautablösungen nicht allzu häufig vor, sind aber gefährlich. Die Erkrankung wird durch folgende Ursachen begünstigt:

  • Einrisse der Netzhaut durch Defekte des Glaskörpers (Corpus vitreum)
  • übermässiger Zug an der Netzhaut durch die Bindegewebsstränge im Corpus vitreum
  • aus der Aderhaut eindringende Gewebsflüssigkeit in die Netzhautschichten
  • unkontrollierte Wucherungen einzelner Bindegewebestrukturen

All diese Auslöser kommen nicht von allein. Spezielle Risiken und Ursachen führen dazu, dass Netzhautablösungen provoziert werden:

  • chronische entzündliche Ereignisse des Auges
  • Verletzungen der Netzhaut durch Unfälle oder mechanische Einwirkungen
  • Kurzsichtigkeit
  • diabetische Retinopathie
  • Augenoperationen (typisch bei Katarakt oder Grauem Star)

Menschen, die kurzsichtig sind, haben einen verlängerten Augapfel. Dadurch wird eine Spannung auf die Netzhaut aufgebaut, die infolgedessen reissen kann.

Welche Aufgabe übernimmt eine spezifische Schicht der Retina beim Sehen?

Von besonderer Bedeutung ist das retinale Pigmentepithel. Es ist für die Filterung des auftreffendes Lichtes zuständig. Daraus resultiert seine Bedeutung als Lichtfilter. Das Augeninnere wird somit vor übermässig heftigen Lichtreflexen geschützt. Deshalb kommt es beim Netzhautdefekt zu den charakteristischen Beschwerden der Lichtscheu und der erhöhten Lichtempfindlichkeit. Diese innere Haut des Auges verfügt über eine lagenweise Morphologie.

Welche Behandlungen im Zusammenhang mit dem Corpus vitreum sind die wichtigsten?

Bei einer derartigen Schädigung am Augenhintergrund wie der Amotio retinae helfen Medikamente nicht mehr. Hat die Diagnose tatsächlich einen Netzhautriss bestätigt, kann die Behandlung nur durch eine Operation oder einen Lasereingriff – das Verschweissen der Netzhautdefekte – erfolgen.

Die zuletzt genannte Variante ist indiziert, wenn sich zunächst nur Löcher oder Risse zeigen. Diese werden dann wieder verschlossen. Bei einer tatsächlichen Netzhautablösung ist eine Operation unumgänglich. Der als Gürteloperation deklarierte Eingriff beinhaltet im ungünstigsten Fall partiell die Entnahme des Corpus vitreum (Pars-Plana-Vitrektomie). Es erfolgt eine Substitution durch Silikonöl, ein Gas oder durch Kochsalzlösung. Wird eine baldige Behandlung eingeleitet, bleiben die Augenschäden relativ gering. Darüber hinaus hat das den Vorteil, dass die Heilung zügig vonstatten geht, wenn die Netzhaut neu angelegt wurde. Verläuft die Operation erfolgreich, kann eine Erblindung noch rechtzeitig aufgehalten werden.

Kann man Netzhautablösungen vorbeugen?

Der Corpus vitreum unterliegt altersbedingten oder durch innere und äussere Einflüsse ausgelösten Schrumpfungserscheinungen. Daraus resultiert oftmals eine Ablösung von der Netzhaut. Er zieht dabei an der Retina, was ein Reissen oder eine Lochbildung fördert. Um Netzhautablösungen vorzubeugen beziehungsweise sie rechtzeitig zu erkennen, ist eine augenärztliche Kontrolle im Abstand von zwei Monaten sinnvoll. Bevor sich die Netzhautablösung einstellt, werden schon kleine Löcher oder Einrisse sichtbar. Mit hoch entwickelten Spezialgeräten kann der Facharzt diese Auffälligkeiten bereits im Anfangsstadium sehen. Bereits dann ist es günstig, eine Lasertherapie einzuleiten. Nicht nur den Risikogruppen ist die regelmässige Begutachtung zu empfehlen.

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