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Makula Auge – Fragen und Antworten zum schärfsten Bereich des Sehens

Der Gelbe Fleck ermöglicht das scharfe Sehen und das Erkennen kleinster Details. Auf ihm befindet sich eine pyramidenförmige Einbuchtung, die über eine verdichtete Anzahl an lichtaktiven Sinneszellen verfügt. Mit zunehmendem Alter kann es zu Erkrankungen in diesem Bereich kommen, etwa zu einer Makuladegeneration. In der Augenheilkunde gibt es verschiedene Therapien, darunter Behandlungen mit Medikamenten oder Lasereingriffen. Alles rund um die Makula des Auges und wie ihre Funktion erhalten wird, erfährst du hier.

Wie ist die Netzhaut aufgebaut?

Die Netzhaut, auch Retina genannt, ist ein wichtiger Bereich des Auges. Dort wird das in das Auge einfallende Licht in Nervenimpulse umgewandelt und die dazugehörigen Informationen werden sortiert. Ist das geschehen, leitet die Netzhaut die Signale über den Sehnerv an das Hirn weiter. Die Netzhaut besteht aus mehreren Zellschichten, die eine je eigene Funktion besitzen. Auf ihnen liegen spezielle Zellen, die das Sehen ermöglichen. Die Retina sitzt auf der Innenseite des Auges und wird über feine Blutgefässe versorgt. Die sie umschliessende Aderhaut fixiert sie, während der Glaskörper die Netzhaut an die Aussenseite des Augapfels drückt. In ihrem Zentrum liegt die Makula und dort die Sehgrube oder Fovea.

Was ist die Makula?

Die Makula, auch Gelber Fleck, ist der Bereich auf der Netzhaut, auf dem sich die farbempfindlichen Sehzellen aus Zapfen und Stäbchen verdichten. Sie sind für das Erkennen von Helligkeit und Dunkelheit zuständig und ermöglichen im Bereich des Gelben Flecks das scharfe Sehen. Alles, was du in deiner Umgebung fokussierst, wird dort abgebildet und an die Sehrinde und das Gehirn weitergeleitet. So entsteht aus den optischen Signalen ein Bild. Die Stelle ist relativ klein: Bei einem erwachsenen Menschen umfasst die Makula etwa drei bis fünf Millimeter und hat eine gelbliche Farbe. Diese kommt von den dort eingelagerten Farbpigmenten aus Zeaxanthin und Lutein. Auf ihr sitzen etwa sechs bis sieben Millionen Sehnervenzellen. Wie die Netzhaut selbst, hat auch die Makula die Aufgabe, das einfallende Licht in Nervenreiz umzuwandeln und weiterzuleiten.

Was ist die Funktion der Makula?

Nicht nur kannst du durch die Makula helle und dunkle Bereiche unterscheiden, fast alle Sehvorgänge hängen eng mit dem Gelben Fleck zusammen. So sind

  • Tagessehen
  • Farbsehen
  • Auflösungsvermögen beim Sehen

nur durch die Makula möglich. Das Auflösungsvermögen beschreibt den Vorgang, wenn du in einem Buch das Kleingedruckte lesen oder in einem Gesicht Details erkennen möchtest.

Wie kann ich testen, ob meine Makula funktioniert?

Die Funktionsfähigkeit deiner Makula überprüft man durch den Amsler-Netz-Test. Dafür benötigst du ein gerastertes Blatt Papier, auf dem mittig ein Punkt gemalt ist. Schaue etwa aus einer Distanz von 30 bis 40 Zentimetern auf das Blatt und halte dabei jeweils ein Auge zu. Das ist darum notwendig, da ansonsten ein geschwächtes Auge immer durch das andere, gute Auge ausgeglichen wird.

Wenn du nun den Punkt im Zentrum des Gitters fixierst, wie wirken die Linien auf dich? Sind sie gerade oder verzerrt? Bilden sich dunklere Flecken oder fehlen auf einmal sogar einige Linien? Nimmst du diese Veränderungen im Bild wahr, kann die Funktionsfähigkeit der Makula gestört sein. Führst du den Test regelmässig mit beiden Augen durch, erkennst du schnell Veränderungen. Liegen sie vor, solltest du zum Augenarzt gehen.

Wieso ist im Bereich des Gelben Flecks das schärfere Sehen möglich?

Das scharfe Sehen ist durch die Makula darum möglich, weil sich zum einen die Sehnervenzellen an dieser Stelle verdichten und weil zum anderen dort die Fovea centralis, die Sehgrube, liegt. Sie bildet das Zentrum der Makula und ist eine Einsenkung der Netzhaut. Dort ist die neuronale Verschaltung in ihren Formen und Funktionen einzigartig. Jeder Photorezeptorzelle ist eine Ganglienzelle und Bipolarzelle zugeordnet. Dadurch liegt in diesem Bereich das höchste Auflösungsvermögen des Auges und damit auch die höchste Sehschärfe.

Welche Formen von Erkrankungen gibt es an der Makula?

Der Funktionsverlust der Makula hat ungünstige Auswirkungen auf das Sehen. Meistens sind solche Vorgänge und Erkrankungen beim Menschen altersbedingt, sie können jedoch durch eine Therapie und durch das Erkennen des Krankheitsbilds rechtzeitig behandelt werden. Natürlich gibt es auch andere Risikofaktoren, die berücksichtigt werden müssen. Mit dem Zellabbau an dieser Stelle kann es zur Schwächung der Sehschärfe kommen, wobei Sehhilfen nicht immer ausreichen. Treten Störungen auf, ist der Gelbe Fleck meistens durch verschiedene Krankheiten beeinträchtigt. Ein Fortschreiten kann auch zu einer Sehbehinderung führen. Dazu gehören:

  • Makuladegenerationen (chronische und altersbedingte Augenerkrankung durch Ablagerungsprodukte des Stoffwechsels)
  • Epiretinale Gliose (Degeneration und Veränderungen des Glaskörpers, auch Macular Pucker genannt)
  • Makulaödeme (Schwellungen der Netzhautmitte durch eine verstärkte Ansammlung von Flüssigkeit)
  • Makulalöcher (ein Netzhautloch im Bereich der Makula, das erhebliche Sehverschlechterungen bewirkt und im Krankheitsbild leicht erkennbar ist)

Was ist eine Makuladegeneration?

Die Makuladegeneration, AMD abgekürzt, ist eine der häufigsten altersbedingten und chronischen Erkrankungen am Auge. Das Risiko für Makuladystrophien ist für jüngere Menschen geringer. Formen der Erkrankung beginnen häufig ab einem Alter von 50 Jahren und werden in die trockene und in die feuchte Makuladegeneration unterschieden. Makuladystrophien verursachen eine Sehschwäche, Degenerationen oder andere Sehstörungen. Es gibt auch spezifischere Formen des Krankheitsbildes. So können Farben und Kontraste verblassen oder sich die Sicht verzerren. Eine Früherkennung der Erkrankung ist hilfreich, um eine schonende Therapie anzusetzen. Unterschieden wird die Makuladegeneration daher auch in ein frühes, mittleres und fortgeschrittenes Stadium.

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