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Der Augendruck ist ein wichtiger Mechanismus unseres Sehapparates. Er wirkt vom Inneren des Auges aus. Durch diesen Druck ist gewährleistet, dass sich im Auge alles am dafür vorgesehenen Platz befindet. Durch ihn ist die Hornhautoberfläche glatt und entsprechend gewölbt, es besteht der richtige Abstand zwischen der Hornhaut, der Linse sowie der Netzhaut und die Fotorezeptoren sind auf der Netzhaut gleichmässig verteilt. Der Innendruck reguliert auch das Kammerwasser des Auges. Dieses Kammerwasser ist es, das den Augendruck erst möglich macht.
Im Kammerwinkel befinden sich Blutgefässe, hier fliesst das Kammerwasser ab. Kommt es dabei zu einem Ungleichgewicht zwischen der Produktion neuen Wassers und dem Abfluss, kann ein hoher Augendruck (okuläre Hypertension) entstehen. Normalerweise ist ein Druck zwischen 11 und 21 Millimeter Quecksilbersäule normal. Ein Wert zwischen 21 und 23 ist bereits grenzwertig. Alles ab 24 deutet auf einen zu hohen Augendruck hin und gilt als gefährlich. Während des Tages schwankt der Augendruck in der Regel. Morgens ist er am höchsten, im Laufe des Tages nimmt er stetig ab. Normalerweise fliesst das Kammerwasser problemlos durch den Kammerwinkel ab. Ist dieser Vorgang gestört, kann es zu einem erhöhten Augendruck und zu Schäden der Sehfähigkeit kommen.
Es ist also nicht die Überproduktion von Wasser, die einen erhöhten Augendruck zur Folge hat, sondern ein fehlerhaftes Abfliessen. Ein funktionsgestörtes Trabekelwerk kann am schlechten Abfliessen des Kammerwassers schuld sein. Es gibt mehrere Risikofaktoren, die zu einem kranken Trabekelwerk führen können:
Das nicht abfliessende Kammerwasser kann einen erhöhten Druck auf die Nerven hinter dem Augapfel, insbesondere auf den Sehnerv, ausüben und dadurch die Durchblutung stören. Ist dies der Fall, wird das Sehen massgeblich beeinträchtigt und führt möglicherweise zur Bildung eines grünen Stars. Im schlimmsten Fall erblindet der Betroffene. Es gibt Symptome, die auf einen hohen Augendruck hinweisen. Zu diesen Symptomen gehören Kopfschmerzen, ein deutlicher Druck im Bereich der Augen oder gelegentliches körperliches Unwohlsein bis hin zur Übelkeit.
Dem Augenarzt stehen verschiedene Messmethoden zur Auswahl, um einen hohen Augendruck festzustellen. Manche Ärzte können allein mit einem vorsichtigen Abtasten den Augendruck einschätzen. In der Regel kommt die Goldmann-Tonometrie zum Einsatz. Bei der Goldmann-Tonometrie betäubt der Arzt das Auge mit einem Kontakprisma auf der Hornhaut. Anschliessend misst der Arzt den Druck. Weitere Methoden verwenden Luft und messen anhand des Rückstosses den Innendruck. Liegt der Verdacht eines erhöhten Druckes nahe, kommen weitere Methoden zur Diagnose eines grünen Stars zum Einsatz.
Eine der besten Massnahmen zur Vorbeugung eines hohen Augendrucks ist es, die Risikofaktoren gar nicht erst entstehen zu lassen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Folge eines erhöhten Insulinspiegels sein. Eine richtige Ernährung hilft gegen einen hohen Insulinspiegel und beeinflusst diesen positiv. Lebensmittel mit vielen Antioxidantien und Vitaminen verbessern die Gesundheit der Augen und das Sehen. Alkohol, Koffein und Nikotin sind dagegen schädlich. Stress und mangelnde Bewegung stellen weitere Risikofaktoren dar, welchen du mit einer aktiven Lebensweise begegnen kannst. Zusätzlich gibt es ein paar Methoden und Übungen zur Verbesserung des Augendruckes. Zum Beispiel helfen häufiges Blinzeln oder günstige Lichtverhältnisse bei der Arbeit am Bildschirm. Eine weitere Art der Vorbeugung besteht in regelmässigen Besuchen beim Augenarzt, vor allem dann, wenn du bereits über 40 Jahre alt bist.
Ein weiteres Mittel sind Medikamente wie Karboanhydrasehemmer. Karboanhydrasehemmer wurden zunächst als harntreibende Medikamente entwickelt, mittlerweile setzt man sie zumeist gegen den grünen Star oder einen hohen Augendruck ein. Die Karboanhydrasehemmer sind Dorzolamid und Brinzolamid. Sie hemmen das Enzym Karboanhydrase, welches die Produktion des Wassers im Auge reguliert. Dadurch verbessert sich auch die Durchblutung des Sehnervs und der Netzhaut. Man nimmt Karboanhydrasehemmer lokal durch Augentropfen ein. In der Monotherapie nimmt man sie dreimal täglich ein, in der Kombination mit Betablockern zweimal täglich. Normale Augentropfen können ebenfalls helfen. Welche Mittel zur Anwendung kommen, entscheidet der Arzt je nach Wirksamkeit der Mittel sowie den möglichen Nebenwirkungen. Um die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen zu senken, solltest du bei der Einnahme der Augentropfen die Augen schliessen. Dadurch bleiben die Tropen im Auge und fliessen nicht in den Nasen-Rachen-Raum, wo sie über die Schleimhaut in den Körper gelangen.
Die Tränendrüsen im menschlichen Auge schützen durch ein Sekret den Augapfel vor dem Austrocknen. Sie produzieren einen grossen Teil der Tränenflüssigkeit, die gleichzeitig einen hohen Anteil an Salz enthält und in der Schleimschicht antibakteriell wirkt. Mit zunehmendem Alter nimmt die Flüssigkeit im Auge bei Männern und Frauen gleichermassen ab. Schon einfache Präparate wie die Hyaluronsäure helfen aber, den Vorgang zu reduzieren und das Auge gesund zu erhalten. Mehr zu den Tränendrüsen und ihrer Funktion erfährst du im folgenden Artikel.
Während der Begriff der Augendusche für viele Menschen als skurril wahrgenommen wird, ist dieses Gerät eine Hilfe im Alltag und Beruf. Durch unachtsames oder fehlerhaftes Verhalten des einzelnen kann es zu Unfällen in Laboren, zu Hause oder in Betrieben kommen. Vor allem, wenn du alleine bist, solltest du Vorkehrungen treffen, wodurch du zumindest Erste Hilfe erhalten kannst. Diese Art der Ersten Hilfe bei Säureunfällen geschieht durch die Augenduschen. Welche Funktionen diese Art der Duschen haben und wie sie funktionieren, erfährst du hier.
Tritt ein Engwinkelglaukom auf, eine recht häufige Augenerkrankung, ist eine sofortige Behandlung obligatorisch. Steigt der Augeninnendruck und bleibt diese Anomalie unbehandelt, ist ein Glaukomanfall oder eine spätere Erblindung nicht auszuschliessen. Erkenne ein Glaukom rechtzeitig anhand der charakteristischen Symptome. Dann steigen deine Chancen, dein Augenlicht zu erhalten. Lass dich über die zeitgemässen Behandlungen aufklären. Auf diese Weise wirst du achtsamer und kannst eine frühzeitige Therapie beginnen. Gerade bei den Augen ist es notwendig, schnell zu reagieren.
Buchstaben verschwimmen vor den Augen, sind nicht mehr zu erkennen, ein dumpfer Kopfschmerz plagt dich beim Lesen: Eventuell leidest du unter Alterssichtigkeit. Dagegen gibt es Abhilfe in Form von speziellen Kontaktlinsen. Sie gleichen die Alterserscheinung aus und machen die Arbeit am Computer weiterhin möglich. Auch das morgendliche Schmökern in der Zeitung und das gute Buch zum Feierabend müssen nicht zum Frusterlebnis werden. Informiere dich über unauffällige und praktische Kontaktlinsen bei Alterssichtigkeit in unserem Ratgeber.
Wer nach «Grieskorn Auge» sucht, ist häufig überrascht: Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um das Gerstenkorn, wie oft von vielen Menschen angenommen wird. Im folgenden Ratgeber liest du alle wichtigen Informationen nach und erfährst, woran du ein Grieskorn am Auge erkennst und welche Behandlung sich für die Entfernung der Grieskörner eignet.
Früher oder später fallen sie jedem auf: Kleine Flecken in unserem Sichtfeld, Punkte, die nicht weggehen und sich über unser Auge schlängelnde Fäden. Dabei handelt es sich nicht um eine optische Täuschung, sondern um eine Trübung des Auges. Solche Glaskörpertrübungen sind kein ungewöhnliches Phänomen. In den meisten Fällen sind ihre Ursachen vollkommen harmlos. Sie können aber auch auf Erkrankungen hinweisen. Wir erklären dir, wann ein Besuch beim Augenarzt ratsam sein könnte.