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Augendusche: Funktionen und Wirkung im Alltag und Beruf

Während der Begriff der Augendusche für viele Menschen als skurril wahrgenommen wird, ist dieses Gerät eine Hilfe im Alltag und Beruf. Durch unachtsames oder fehlerhaftes Verhalten des einzelnen kann es zu Unfällen in Laboren, zu Hause oder in Betrieben kommen. Vor allem, wenn du alleine bist, solltest du Vorkehrungen treffen, wodurch du zumindest Erste Hilfe erhalten kannst. Diese Art der Ersten Hilfe bei Säureunfällen geschieht durch die Augenduschen. Welche Funktionen diese Art der Duschen haben und wie sie funktionieren, erfährst du hier.

Was ist eine Augendusche?

Mit einer Augendusche ist ein technisches Gerät gemeint, mit dem du deine Augen ausspülen kannst. Dabei stellst du dich frontal mit dem Gesicht zu der Dusche und betätigst einen Hebel, wodurch deine Augen bei Bedarf gereinigt werden. Verwendung findet diese Art der Dusche oft in Laboratorien oder in Betrieben. Es gibt zahlreiches Zubehör für Augenduschen, durch das du und deine Mitmenschen über eine Notfallsituation informiert werdet. Alternativ zu montierten Varianten gibt es für den privaten Gebrauch auch einfachere Lösungen in Sprühflaschen, die ebenfalls die Augen säubern.

Wann wird eine Augenspülung genutzt?

Eine Augenspülung solltest du dann nutzen, wenn deine Augen mit Chemikalien oder Säuren in Berührung kamen. Dadurch gewährleistest du deinem Körper erste Hilfe, bevor sich im weiteren Verlauf ein Arzt um deine Augen kümmern sollte. Das primäre Ziel besteht darin, den Fremdkörper aus dem Gesicht zu entfernen. Die Augenspülung selbst ersetzt jedoch keine Untersuchung beim Arzt und dient nur zur ersten Sicherheit. Oft gibt es beim Einsatz von Rettungssanitätern ebenfalls eine Augenspüllösung. Diese wird bei Attacken mit Pfefferspray oder anderen unangenehmen Sprays genutzt. In Amerika gibt es an einigen Schulen ebenfalls Möglichkeiten der Augenspülung, da das Waffengesetz dort andere Regeln bereithält.

Welche Chemikalien müssen zur Sicherheit mit einer Augendusche entfernt werden?

Grundsätzlich solltest du jegliche Fremdkörper und Chemikalien aus deinen Augen entfernen, die dir Schmerzen oder Unwohlsein bereiten. In den meisten Fällen handelt es sich im privaten Gebrauch um Putzmittel, die säurehaltig sind. Im beruflichen Alltag kann es sich um ätzende chemische Mittel oder gar unerforschte Dinge handeln. Daher ist eine schnelle Reaktion und Abhilfe in jeder Situation ein grosser Vorteil.

Was unterscheidet eine Notdusche von einer Augendusche?

Eine Augenspülstation besteht meist aus einem beziehungsweise zwei Wasserstrahlen, die dir frontal in die Augen spritzen, wenn du diese Art der Hilfe benötigst. Sie gilt als Erste-Hilfe-Massnahme und ist lediglich für das Gesicht, genauer, für die Augen gemacht. Eine Notdusche wird dahingehend für den ganzen Körper und die Kleidung verwendet. Du kannst dich direkt darunter stellen. Durch einen Knopfdruck von dir oder eines Dritten kommt Wasser aus einer Brause, die dich und deine Kleidung von ätzenden Stoffen befreit. Eine Dusche für den Notfall ist oft per Wandhalterung in Laboren befestigt und dient neben dem Ernstfall auch zur zusätzlichen Hygiene nach Versuchen und Experimenten.

Welches Zubehör gibt es zu Augenduschen?

Weil technische Geräte wie Augenduschen grundsätzlich nur im Notfall verwendet werden, lässt sich daran unterschiedliches Zubehör anbauen:

  • Sirene: Diese signalisiert für das gesamte Umfeld in einem bestimmten Radius, dass giftige, ätzende oder säurehaltige Stoffe an einer Person sind. Einerseits zeigt dir die Sirene, dass du unter Umständen einschreiten und Hilfe leisten kannst. Auf der anderen Seite ist besonders bei grösseren chemischen Unfällen mithilfe der Sirene auch eine Vorsichtsmassnahme geschaffen. Du und deine Mitmenschen können sich so schneller und gezielter in Sicherheit bringen.
  • Sensoren: Wenn du stark verletzt bist, gibt es zudem auch Sensoren als Zubehör, die du an eine Augendusche montieren kannst. Durch diese wird die Dusche dann aktiviert, wenn du einen Bewegungssensor überschreitest. Du bist demnach nicht darauf angewiesen, einen Knopf beziehungsweise Hebel drücken zu müssen.
  • Wärmeregulation: Du kannst, je nach Verletzung, mit einem Thermostat als Zubehör auch die Temperatur an der Augendusche regeln und diese an deine Bedürfnisse anpassen.

Sinnvoll sind diese Extras vor allem dort, wo viel mit Säuren und giftigen Materialien gearbeitet wird.

Wie oft muss ich mit der Augendusche meine Augen durchspülen?

Solltest du in die Situation kommen, deine Augen ausspülen zu müssen, so verwendest du die Augendusche so lange, bis du keinen Fremdkörper und/oder Schmerz mehr verspürst. Gerade bei Säure kann es sein, dass du dein Auge für längere Zeit nicht öffnen kannst. Spüle bei Schmerzen daher durchgehend deine Augen aus, während eine andere Person einen Rettungswagen ruft. Es gibt auch Augenspülflaschen, die besonders gerne im privaten Gebrauch genutzt werden. Diese müssen nicht extra montiert werden und sind dadurch mobiler. Es ist von Fall zu Fall unterschiedlich, wie oft du die Augendusche nutzen solltest.

Wie lange muss ich die Augendusche nutzen?

Der Kontakt mit Säuren sollte von dir stets mit Handschuhen erfolgen. Das gilt nicht nur im beruflichen Alltag, sondern auch beim Putzen im Eigenheim. Achte daher unbedingt auf die Sicherheitskennzeichnung in Putzmitteln. Wie lange du eine Augendusche bei einer Anwendung nutzen solltest, hängt erstens von der Menge der Säure im Auge und deinem persönlichen Empfinden ab. Empfohlen ist eine gründliche Reinigung von mindestens 60 Sekunden.