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Grieskorn Auge: Was es mit Milien auf sich hat

Wer nach «Grieskorn Auge» sucht, ist häufig überrascht: Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um das Gerstenkorn, wie oft von vielen Menschen angenommen wird. Im folgenden Ratgeber liest du alle wichtigen Informationen nach und erfährst, woran du ein Grieskorn am Auge erkennst und welche Behandlung sich für die Entfernung der Grieskörner eignet.

Was sind Grieskörner?

Grieskörner treten an verschiedenen Körperstellen auf und betreffen oft auch das Gesicht. In der Regel sind sie harmlos, werden von vielen Menschen jedoch als ästhetisches Problem betrachtet. Am häufigsten betrifft das Problem Frauen. Vor allem das Grieskorn am Auge: Treten die Knötchen, die auch als Milien bekannt sind, am Auge auf, verwenden viele Frauen Pflegeprodukte und Kosmetika, um die Grieskörner optisch zu reduzieren – keine einfache Aufgabe, denn es handelt sich nicht um einen klassischen Pickel. Die Merkmale von Grieskörnern:

  • weiss-gelbliche Optik
  • winzige Knötchen, die an Mitesser erinnern
  • feste, harte Konsistenz
  • Auftreten an Armen, Augen, Brust, Stirn, Nase, Hals und Ohren möglich
  • Genitalbereich kann betroffen sein

Handelt es sich bei Grieskörnern um eine Entzündung oder Infektion?

Grieskorn am Auge: Ist es gefährlich? Grieskörner sind keine bakterielle Entzündung oder Infektion und auch kein böser Tumor. Es handelt sich in der Regel um keine schwerwiegende Hauterkrankung, die du jedoch beim Dermatologen oder Augenarzt (wenn es deine Augen betrifft) abklärst. Das ist wichtig, damit der Fachmann andere Hauterkrankungen ausschliesst, bevor du dich für eine Behandlung entscheidest.

Wie entstehen Grieskörner?

Es ist noch nicht ganz klar, wie Grieskörner auf der Haut entstehen. Das gilt zumindest für sogenannte primäre Milien. Was aber feststeht: Es handelt sich um Zysten, die überwiegend aus Hautzellen und Keratin bestehen, sich an unseren Schweissdrüsen bilden und auch an den Eingängen unserer Haarfollikel vorkommen. Vermutet wird, dass Grieskörner mit der eigenen Erbanlage zusammenhängen, weil sie in manchen Familien oft gehäuft auftreten. Zwei Arten werden unterschieden:

  • Primäre Milien: Entstehung ohne erkennbaren Grund
  • Sekundäre Milien: Entstehung durch äussere Einflüsse (zum Beispiel Hautverletzungen), verschwinden in der Regel innerhalb von einigen Tagen oder Wochen wieder

Was ist der Unterschied zu einem Hordeolum (Gerstenkorn)?

Bei einem Hordeolum, besser bekannt als Gerstenkorn, handelt es sich um eine Entzündung der Augenlider. Als Erreger für ein Hordeolum kommen Bakterien infrage, die eine Infektion auslösen, sodass die Schweissdrüsen und Talgdrüsen sich entzünden und ein Gerstenkorn entsteht. Von einem inneren Gerstenkorn ist die Rede, wenn die Talgdrüsen am inneren Lidrand betroffen sind. Ein Augenarzt diagnostiziert das zum Beispiel mit der Hilfe einer Spaltlampe. Grundsätzlich ist ein Hordeolum ansteckend, etwa durch eine Schmierinfektion und das infektiöse Sekret am Auge, weil Bakterien oder Viren beteiligt sind. Das gilt nicht für Grieskörner. Gerstenkörner verursachen Schwellungen und Schmerzen, wohingegen Grieskörner keine körperlichen Beschwerden auslösen. Das Gerstenkorn behandelst du zum Beispiel mit Wärme (Rotlichtlampe oder Wärmekompressen), antiseptischen Salben oder speziellen Augentropfen, die dein Arzt dir verschreibt.

Wie behandle ich kleine Knötchen?

Die Grieskörner lässt du beim Arzt oder von medizinisch-kosmetischem Fachpersonal behandeln. Gut zu wissen: Weil es sich bei Milien um ein rein kosmetisches Problem handelt, übernehmen Krankenkassen dafür in der Regel keine Kosten. Das bedeutet, dass du eine Therapie aus eigener Tasche finanzierst. Zwei Varianten sind für eine Behandlung gängig:

  1. Entfernung mit einem Skalpell: Ärzte oder Kosmetiker verwenden diese Methode, damit sie den eingekapselten Inhalt mit einem kleinen Messer entfernen können. Es handelt sich heutzutage um eine sanfte Methode, die kaum Spuren hinterlässt und bei welcher das Skalpell nicht zu tief in die Hautschicht eindringt.
  2. Laserbehandlung: Die Lasertherapie zur Entfernung von Milien bewirkt, dass die kleinen Grieskörner mit einer gezielten Bestrahlung verdampft werden. Keratin und Hautzellen lassen sich in der Regel schonend entfernen, wenn die oberste Hautschicht abgetragen wird.

Wie behandle ich ein Grieskorn am Auge selbst?

Grundsätzlich sollte eine Behandlung von Grieskörnern professionell erfolgen, damit keine ernsthaften Hautverletzungen entstehen. Es gilt: Ein Grieskorn lässt sich nicht wie ein klassischer Pickel, welcher mit Eiter gefüllt ist, ausdrücken. Vielmehr handelt es sich um eine harte Keratin-Konsistenz, die vollständig entfernt werden muss, damit die gutartigen Hautzysten sich nicht erneut bilden. Um Milien vorzubeugen, verwendest du beispielsweise regelmässige Peelings, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Ausreichender Schutz vor UV-Strahlung (zum Beispiel durch Sonnencreme) sorgt dafür, dass keine Hautverletzungen entstehen, die sekundäre Milien begünstigen. Um die Hautporen nicht zu verstopfen, verwendest du am besten Produkte, die wenig Öl enthalten.

Wie überschminke ich Grieskörner?

Möchtest du die Grieskörner optisch reduzieren, probiere es beispielsweise mit einem deckenden Make-up, um einen etwas ebenmässigeren Teint zu erhalten. Grundsätzlich lässt du sie jedoch von einem Fachmann entfernen, wenn du sie als störend empfindest, weil die Hauterhebungen nicht ganz überschminkt werden. Schwere Kosmetikprodukte verstopfen ausserdem die Poren, sodass es zu Entzündungen, Pickelbildung und Unreinheiten kommt. Achte deshalb darauf, zum Beispiel eine leichte Foundation zu verwenden, die Milien und andere Unreinheiten nicht mit blossen Fingern auszudrücken oder zu zerquetschen. Verwende stattdessen lieber ein regelmässiges, sanftes Peeling für deine Haut.

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