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Der Tränensack – alles über ein missverstandenes Körperteil und seine Geheimnisse

Der Blick in den Spiegel wird bei vielen besonders am Morgen durch sogenannte Tränensäcke getrübt. Doch was ist der Tränensack eigentlich genau und wie entstehen die unschönen Schwellungen unter dem Auge. Sind Tränensäcke wirklich harmlos und was kannst du dagegen unternehmen? Antworten auf diese und viele andere Fragen erhältst du hier.

Was ist der Tränensack?

Umgangssprachlich bezeichnet man Schwellungen am unteren Augenlid als Tränensäcke. Dabei ist der Tränensack streng genommen ein Teil des Tränenapparats und verbindet die Tränenröhren mit dem Tränennasengang. Das Auge muss konstant feucht gehalten werden und von möglichen Fremdkörpern und Krankheitserregern bereinigt werden. Daher produzieren die Tränendrüsen kontinuierlich Tränenflüssigkeit. Die überschüssige Flüssigkeit kann über den Tränensack in den Tränennasengang ablaufen.

Warum ist die Haut unter den Augen anfällig für Schwellungen und Erschlaffungen?

Die Haut unter dem Auge ist extrem dünn und empfindlich. Sie enthält kaum Bindegewebe und erschlafft daher sehr schnell. Mechanische Reibung begünstigt diesen Effekt zusätzlich. Daher solltest du nach Möglichkeit jegliche Reizung oder grobe Behandlung dieser Hautpartie vermeiden. Augencremes und Salben trägst du am besten klopfend auf. Auf diese Weise können die Wirkstoffe schneller einziehen und du vermeidest unnötige Reizungen.

Was sind die Ursachen für geschwollene Augen?

Es gibt zahlreiche Auslöser und Ursachen für geschwollene Augen. Dazu gehören:

  • Eine ungesunde Lebensweise. Stress, Schlafmangel, Alkohol, Nikotin oder Drogenmissbrauch können zu geschwollenen Augen führen.
  • Bei Allergien kommt es ebenfalls zu Schwellungen am Auge. Dabei ist es für die Betroffenen wichtig zu erkennen, was die Auslöser ihrer Allergien sind und diese zu vermeiden. Von der Sonnenallergie über Lebensmittel, Pollen und die Inhaltsstoffe von Kosmetika ist prinzipiell alles möglich.
  • Beschwerden wie Neurodermitis können ebenfalls zu geschwollenen Augen führen. Ist die Haut am Augenlid von der Erkrankung betroffen, ist es für Betroffene besonders schlimm. Die dünne Haut reagiert sensibel und ist ausgesprochen schmerzempfindlich.
  • Ein Gerstenkorn kann ebenfalls als Ursache für geschwollene Augen in Frage kommen.
  • Krankheitserreger wie Bakterien und Viren können zu Entzündungen führen und infolgedessen Schwellungen verursachen.

Welche Erkrankungen der Augen gehen mit Tränensackschwellungen und Entzündungen einher?

Verschiedene Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Rosazea aber auch Gürtelrose, die in diesem Fall als Gesichtsrose bezeichnet wird, können Entzündungen rund um das Auge und Schwellungen mit sich bringen. Sind die unteren Augenlider chronisch geschwollen, dann kann das auch ein Hinweis auf andere, schwerwiegendere gesundheitliche Beschwerden sein. Da es sich dabei häufig um Wassereinlagerung (Ödeme) handelt, können Fehlfunktionen der Nieren, Leber, Lymphgefässe oder des Herzens verantwortlich sein.

Welche Symptome deuten auf eine Tränensackentzündung hin?

Verschiedene Symptome können Hinweise darauf liefern, dass eine Tränensackentzündung vorliegt. Wenn die Bindehaut und das untere Augenlid stark gerötet sind und Tränenflüssigkeit nur noch einseitig oder gar nicht abfliessen kann, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine Entzündung des Tränensacks. Die Rötung geht oftmals mit einem starken Juckreiz einher. Bereits leichter Druck auf den Tränensack und die Tränenkanale fühlt sich sehr schmerzhaft an. Bei einer fortgeschrittenen Tränensackentzündung tritt bei leichtem Druck auf den Tränensack Eiter aus. Gelegentlich können im weiteren Verlauf der Entzündung auch Symptome wie Fieber auftreten.

Welche Hausmittel helfen bei geschwollenen Tränensäcken?

Sind die Tränensäcke geschwollen, gibt es eine Vielzahl von Tipps und Hausmittel, doch nicht alle sind empfehlenswert. Viele schwören zum Beispiel auf Hämorrhoidensalben. Diese Salben enthalten jedoch häufig sogenannte Kriechstoffe, die ursprünglich ihre Verteilung am After erleichtern sollen. Selbst wenn du die Salbe sehr vorsichtig aufträgst, kann sie leicht bis zum Augenlid wandern und Reizungen hervorrufen. Kortisonhaltige Cremes und Salben wirken zwar entzündungshemmend, sie eignen jedoch nur bedingt für die Anwendung am Auge. Denn sie können die empfindliche Haut unter dem Auge zusätzlich verdünnen und anfällig für Verletzungen machen. Ausserdem können sie die Hornschicht des Auges beschädigen. Besser eignen sich folgende Hausmittel und Tipps:

  • Mache dir einen Kamillentee oder einen Schwarztee. Die Teebeutel legst du anschliessend für einige Minuten in den Kühlschrank. Die gekühlten Teebeutel wirken, auf die geschlossenen Augen gelegt, abschwellend, zudem wirkt Kamille entzündungshemmend und antibakteriell.
  • Sport oder leichte Bewegung regen das Lymphsystem an und sorgen dafür, dass geschwollene Tränensäcke schnell wieder verschwinden
  • Quark auf das geschwollene untere Augenlid aufzutragen kann ebenfalls Abhilfe schaffen. Der Quark wirkt kühlend und versorgt die Haut gleichzeitig mit Feuchtigkeit.
  • Wenn die Augen häufig gerötet sind und der Juckreiz zu geschwollenen Augen führt, können Augentropfen helfen. Die Augentropfen enthalten häufig Dexpanthenol oder Hyaluronsäure, die das Auge zusätzlich mit Feuchtigkeit versorgen.

Wann sollte ich zum Augenarzt gehen?

Geschwollene Tränensäcke sind zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Wie bereits beschrieben, liegt die Ursache für geschwollene Augen häufig in einer ungesunden Lebensweise. In den meisten Fällen verschwinden geschwollene Tränensäcke im Laufe des Tages von ganz alleine oder sind mit Hausmitteln schnell in den Griff zu bekommen. Sollte der Zustand jedoch über mehrere Tage unverändert anhalten, solltest du deinen Augenarzt aufsuchen. Chronisch geschwollene Tränensäcke können ein Hinweis auf andere Beschwerden sein. So leiden Menschen mit Diabetes, deren Medikamente falsch eingestellt sind, häufiger an geschwollen Augen. Rheumabeschwerden und Störungen der Leberfunktion können ebenfalls eine Ursache sein. Bei einer Entzündung der Tränensäcke solltest du ebenfalls zum Augenarzt. Das gilt besonders, wenn die Tränensackentzündung mit Eiterbildung, Fieber und anderen Symptomen einhergeht. Da sie unbehandelt eine dauerhafte Schädigung des Auges zur Folge haben kann, solltest du dich unbedingt in Behandlung begeben.

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