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Bei der Blindenschrift handelt es sich um Schriftsysteme, die durch das Tasten mit dem Finger inhaltlich erschlossen werden können. Auf diese Weise können auch Menschen, die ihre Augen nur noch teilweise oder gar nicht mehr verwenden können, Lesen und Schreiben lernen. Die bekannteste und meist verwendete Blindenschrift ist die Brailleschrift, welche 1845 in Frankreich entwickelt wurde.
Unter dem Begriff Blindenschrift werden alle Schriftsysteme zusammengefasst, die ohne das Sinnesorgan Auge gelesen werden können. Neben der weit verbreiteten Brailleschrift gibt es also noch mehr solcher Blindenschriftarten, die heute teilweise mehr und teilweise weniger genutzt werden. Man unterscheidet zunächst die Relief- und die Punktschrift.
Reliefschrift: Die Schriftzeichen bestehen aus geprägten Buchstaben oder geometrischen Figuren.
Punktschrift: Die Schrift besteht ausschliesslich aus Punkten ohne visuelle Funktion.
Ein Schriftzeichen in der Brailleschrift wird immer auf einem Raster aus 3 Zeichen in der Höhe und zwei Zeichen in der Breite dargestellt. Durch die möglichen Kombinationen aus gestanzten und nichtgestanzten Punkten ergeben sich insgesamt 64 verschiedene Variationen, die jeweils ein Zeichen darstellen. Nur ein Punkt oben links steht beispielsweise für ein A, ein Punkt oben links und ein Punkt mittig links ergibt ein B. Diphthonge wie „ei“ oder „au“, sowie „ch“, „sch“ und „st“ haben in der deutschen Sprache darüber hinaus ihre eigenen Braillezeichen. Ein Unterschied zwischen Gross- und Kleinbuchstaben wird bei der Brailleschrift nicht gemacht. Alle deutschsprachigen Länder folgen dabei den Regeln der 1998 beschlossenen Reform der deutschen Blindenschrift. Andere Sprachen haben für die Brailleschrift ihre eigenen Reformen und Regeln, sofern sie sie verwenden.
Die meisten Symbole, Zeichen und Sonderzeichen haben genau wie die Buchstaben eine direkte Zuordnung zu einer Punktkombination. Nur wenige Zeichen wie beispielsweise das Plus und das Ausrufezeichen sind doppelt belegt. Ausserdem entsprechen die Braillezeichen der ersten 10 Buchstaben des lateinischen Alphabets jeweils den Zahlen von 0 bis 9, wobei das A der 1 entspricht und das J der 0. Für die Verwendung der Brailleschrift in der Mathematik wurde eigens ein System entwickelt, das auch Mathematikschrift genannt wird. Auch gibt es eine festgelegte Schreibweise von Ordnungszahlen, Datumsangaben, Brüchen und ähnlichen zahlenbasierten Angaben. Da für die moderne Computersprache wesentlich mehr als 64 Zeichen nötig sind, wurde das sogenannte Computerbraille entwickelt, welches aus einem 8-Punktesystem besteht. Dadurch ergeben sich 256 Variationen von erstellbaren Zeichen.
Genau wie die Schwarzschrift kann die Brailleschrift heutzutage einfach auf Papier oder Karton gedruckt werden. In der Regel werden dafür sogenannte Punktschriftmaschinen verwendet. Diese bestehen aus insgesamt nur sechs beziehungsweise acht Tasten, die jeweils für einen Punkt im Raster stehen. Zusätzlich ist manchmal noch eine Leertaste vorhanden. Für die Prägung eines Buchstabens oder Zeichens müssen die entsprechenden Tasten im Akkord, also gleichzeitig, betätigt werden. Heute sind Punktschriftmaschinen in der Regel nicht mechanisch sondern digital, sodass das Geschriebene auf einem Medium gespeichert werden kann. Neben den Schriftmaschinen sind auch Schreibtafeln und Bandprägegeräte in Gebrauch.
Im Jahr 1916 wurde zuerst die einheitliche englische Brailleschrift beschlossen. Andere Länder aus dem romanischen Sprachraum, die mit dem lateinischen Schreibsystem arbeiteten, zogen nach. Sprachspezifische Änderungen umfassen hauptsächlich bestimmte Umlaute oder Akzente, da diese von Sprache zu Sprache unterschiedlich sind. Länder, die zum Schreiben ihrer Sprache nicht die 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets verwendeten, mussten grössere Anpassungen vornehmen. Sowohl in China als auch in den arabischen Ländern wird beispielsweise trotzdem das Braillesystem verwendet, sodass theoretisch untereinander kommuniziert werden kann. Selbstverständlich muss man dafür mit der jeweiligen Sprache und den Bedeutungen der Zeichenfolgen vertraut sein.
Es fällt insbesondere Kindern leicht, die Blindenschrift zu erlernen. Für diesen Zweck gibt es unter anderem Spielzeug und kinderfreundliche Schreibmaschinen sowie Kinderbücher, die ihnen die Blindenschrift und die dafür erforderliche Navigation der Finger spielerisch beibringen sollen. Blinden Kinder, die die Chance haben, eine Schule für Sehbehinderte zu besuchen, wird dort ebenfalls der Umgang mit der Blindenschrift gelehrt. Natürlich gibt es auch ein grosses Angebot an Lern- und Übungsmaterialien, welches Erwachsenen das Lernen der Blindenschrift erleichtern soll. Darüber hinaus bieten verschiedene Zentren für Blinde entsprechende Kurse an, die das Ziel haben, Erblindete in das gesellschaftliche Leben zu integrieren und daher auch die Blindenschrift in ihrem Programm anbieten.
Schielen ist eine offensichtliche Angelegenheit: Entweder man schielt oder nicht. So zumindest die allgemeine Meinung. Dabei gibt es eine Form des Schielens, die nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Das sogenannte versteckte Schielen betrifft einen Grossteil der Schweizer. Doch die meisten bemerken die Fehlstellung des Auges nicht, da sie keine Beschwerden haben. Was verstecktes Schielen ist, welche Beschwerden auftreten können und ab wann du zum Augenarzt gehen solltest, erfährst du in diesem Artikel.
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