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Das Flimmerskotom ist ein belastendes Beschwerdebild bei Migräne

Das Flimmerskotom ist eine häufige Erscheinung, die im Zusammenhang mit einer Migräne auftritt. Das Augenflimmern muss jedoch kein zwingendes Symptom sein. Es gibt durchaus Patienten, die nicht unter diesen Sehstörungen leiden. Neben dieser Auffälligkeit treten bei der Erkrankung noch weitere Begleiterscheinungen auf, die insgesamt sehr unangenehm und für die Betroffenen äusserst quälend sind. In unserem Vergleichsportal erfährst du mehr Wissenswertes zu dieser Thematik und zu den Ursachen. Oftmals hilft eine gewisse Aufklärung über die Symptome, um diese Krankheit besser zu verstehen.

Was ist ein Flimmerskotom?

Hinter einem Flimmerskotom, umgangssprachlich auch als Augenflimmern bezeichnet, verbirgt sich ein Anzeichen, das auf eine Hemialgie schliessen lässt. Für Mediziner ist die sogenannte Aura daher immer ein relativ sicherer Hinweis, dass es sich um einen Migränepatienten handelt. Es gibt jedoch auch Personen, bei denen kein Flimmerskotom auftritt. "Skoto" bedeutet im übertragenen Sinn Dunkelheit. Ein Flimmerskotom ist ein Ausfall des Sehvermögens, der nur einseitig vorhanden ist. Das heisst, das Flimmerskotom beschränkt sich auf eine Gesichtshälfte. Es ist daher peripher. In jedem Fall folgen nach dem Abklingen des Flimmerskotoms immer die halbseitigen Kopfschmerzen. Diese manifestieren sich jeweils auf der gegenüberliegenden Seite des Kopfes, niemals also in derselben Gesichtshälfte wie das Flimmerskotom.

Welche Ursachen hat das Augenflimmern?

Fällt das Gesichtsfeld aus, liegt die Vermutung nahe, dass die Blutgefässe im Gehirn kontrahieren beziehungsweise spastisch sind. Die betroffenen Hirngefässe verkrampfen sich. Provoziert werden diese Anomalien durch Durchblutungsstörungen, die im Gehirn ablaufen. Die genauen Ursachen sind derzeit allerdings noch nicht vollkommen erforscht. Das betrifft auch die Tatsache, dass manche Patienten diese Vorboten wahrnehmen und manche nicht. Wer ein Flimmerskotom zum ersten Mal erleidet, empfindet dabei meist Panik und Hilflosigkeit. Aus diesem Grund stellt das Flimmerskotom für zahlreiche Patienten eine traumatische Erfahrung dar. Das baut natürlich Ängste auf. Ängste wiederum können Stress sein. Dieser Zustand kann einen erneuten Anfall begünstigen.

Warum sind Sehstörungen nicht auszuschliessen?

Die Auslöser für ein Flimmerskotom können vielschichtig sein. Eine der häufigsten Ursachen ist jedoch, dass sich die Hemialgie einstellt. In diesem Zusammenhang gehört das Flimmerskotom zum Vorbotenereignis. Ein Flimmerskotom bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Augenerkrankung vorliegt. Dies wurde in der Augenheilkunde bislang weitestgehend erforscht. Das Flimmerskotom muss als möglicher Hinweis auf einen Grauen Star dennoch ernsthaft untersucht werden. Erfolgt das nicht und bleibt eine Therapie aus, wird der Sehnerv geschädigt. Erblindung kann die Folge sein. Damit eine Abklärung möglich ist, wird in diesen Fällen eine Augenspiegelung oder eine Messung des Augeninnendrucks veranlasst. Es gibt Flimmerskotome, die wesentlich kürzer als eine halbe Stunde sind. Sie dauern in der Regel maximal 10 Minuten an. Dann wird von einer Augenmigräne ausgegangen.

Wie kann ein Flimmerskotom beschrieben werden?

Das Augenflimmern kündigt sich etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Schmerzen an. Die Betroffenen schildern den plötzlich einsetzenden Prozess folgendermassen:

  • Beschwerden wie das "Nichts-mehr-sehen-können" auf einer Gesichtsseite (ähnlich wie der Blinde Fleck-Test)
  • langsames Sichtbarwerden greller Lichtzacken, die sich bewegen (flimmern), zickeln oder blitzen
  • Manche Kopfschmerzpatienten sehen Fortifikationen wie kranzförmig gewundene Formen.

Das Lichtphänomen, wie das Flimmerskotom noch umschrieben werden kann, legt sich bei Fokussieren von Gegenständen beispielsweise um diese herum und lässt sie augenblicklich "verschwinden". Das Flimmerskotom wandert praktisch mit der Augenbewegung mit. Nach 20 bis 30 Minuten verschwindet diese Auffälligkeit langsam wieder. Nun beginnt schleichend der Schmerz in der gegenüberliegenden Schläfe des Kopfes.

Weitere Begleitsymptome sind:

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Störungen des Geschmackssinns
  • taube Zunge
  • Brechreiz mit oder ohne Erbrechen
  • starke Lichtempfindlichkeit, Lichtscheu
  • Ausfälle der Artikulation (Störungen der Wortfindung)
  • neurologische Auffälligkeiten wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Gesicht oder den Armen

Wann treten diese Symptome der Augen auf und was bedeuten sie?

Ungefähr 25 Prozent der Patienten klagen über ein solches Flimmerskotom. Mittlerweile sind Wissenschaftler und Pharmazeuten so weit, dass sie das Flimmerskotom nutzen, um eine passende Therapie zu ermöglichen. Viele Arzneistoffe gegen den Kopfschmerz sind so ausgelegt, dass sie bereits während des Flimmerskotoms eingenommen werden sollen.

Welche nichtmedizinischen Therapiemöglichkeiten des Flimmerskotoms und der Migräne gibt es?

Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung des Flimmerskotoms ist, dieses gar nicht erst aufkommen zu lassen. Sinnvoll ist es daher, wenn du beispielsweise deine Lebensweise umstellst. Damit sind folgende Aspekte gemeint:

  • Sport treiben, um sich zu entspannen und um die Durchblutung zu verbessern (ideal ist ausdauernde Bewegung, Wandern)
  • auf bestimmte Genuss- und Nahrungsmittel verzichten (Trigger)
  • negative Stressoren ausschalten
  • regelmässiger Tagesablauf
  • Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training
  • verordnete Arzneimittel parat haben

Was unternehmen Ärzte gegen derartige Krankheiten?

Arzneistoffe gegen die anhaltenden Kopfschmerzen sind in zweierlei Richtungen wichtig:

  1. als Prophylaxe
  2. als akute Therapie

Die frohe Botschaft ist, dass du diesen hartnäckigen Kopfschmerzanfällen wirksam begegnen kannst. Bezugnehmend auf moderne, erprobte Wirksubstanzen eignen sich vorbeugend:

  1. Antidepressiva (gegen Depressionen)
  2. Antikonvulsiva (gegen Epilepsie)
  3. Kalziumantagonisten (gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  4. Betarezeptorenblocker (gegen Bluthochdruck)
  5. homöopathische Erzeugnisse

Gegen plötzliche Attacken und deren Symptome werden folgende pharmazeutische Produkte empfohlen:

  1. Schmerzmittel (nicht steroidale Antirheumatika, Aspirin)
  2. Medikamente gegen Übelkeit
  3. Mittel der Gruppen Ergotamine oder Triptane

Neue Methodik: CGRP-Antikörper-Therapie gegen ein spezielles Eiweiss (Migräneantigen).

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