Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Augenkrebs: Wichtige Fragen und Antworten

Der Augenkrebs gehört zu den seltenen Formen der Krankheit. Tritt er jedoch auf, dann ist es von höchster Wichtigkeit, dass du so schnell wie möglich die passende Behandlung erhältst. Im folgenden Artikel erfährst du alles Wichtige zum Thema Augenkrebs – welche Arten es gibt, wie der Augenarzt ihn entdeckt und wie der Behandlungserfolg aussieht.

Wie entsteht Augenkrebs?

Es gibt verschiedene Arten von Augenkrebs und unterschiedliche Ursachen für dessen Entstehung. Er gehört zu den seltenen Krebsarten, zeigt sich aber in zahlreichen Varianten und weist oft spät Symptome auf. Eine rasche Behandlung ist notwendig. Folgende Arten von Augenkrebs sind zu unterscheiden:

  • Das Retinoblastom: Babys und Kinder sind am häufigsten von einem Retinoblastom betroffen. Dieser Augenkrebs, bei dem es sich um einen sogenannten "embryonalen Tumor" handelt, kann erblich bedingt sein. Bei Retinoblasten handelt es sich um Stammzellen, welche sich in der Netzhaut unserer Augen finden. Die Herausforderung bei dieser Tumorart: Retinoblastome können schnell wuchern. Sollte der Tumor jedoch rechtzeitig entdeckt werden, erhöht eine frühzeitige Therapie die Chancen auf eine Heilung.
  • Der Lidtumor: Als bösartige Lidtumore sind das Basaliom, das Spinalom und der schwarze Hautkrebs bekannt. Zur Risikogruppe gehören vor allem Menschen mit besonders heller Haut, da diese Krebsart durch Sonnenstrahlung (UV-Strahlung) verursacht werden kann. Die Tumore können am oberen und unteren Lid entstehen.
  • Das Aderhautmelanom: Diese Form kommt am häufigsten bei Erwachsenen vor und ist oft auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie häufig nur auf einer Seite des Auges vorkommt. Ein Melanom der Aderhaut wächst in der Regel langsam und wird dadurch meist spät entdeckt – oft erst, wenn ein Aderhautmelanom bereits Metastasen bildet. Um die Heilungschancen zu erhöhen, solltest du deine Augen deshalb regelmässig und bei Verdacht untersuchen lassen.

Was tun, wenn mein Kind ein Retinoblastom hat?

Entwickeln Kinder ein Retinoblastom, macht sich diese Krebsart oft auf einer Augenseite bemerkbar. Zu den Auffälligkeiten gehören

  • eine Verfärbung der Pupillen (weisslich bis gelblich)
  • Augenschmerzen
  • Rötungen
  • Schielen

Es kann passieren, dass die Sehkraft abnimmt und das Auge geschwollen aussieht. Bemerkst du die Auffälligkeiten bei deinem Kind, solltest du zunächst einen Augenarzt konsultieren, um die Ursachen dafür abzuklären und zu erfahren, ob es sich um ein Retinoblastom handelt. Bei Säuglingen kann eine Diagnose bereits in den regelmässigen Routineuntersuchungen erfolgen, falls der Kinderarzt Auffälligkeiten bemerkt. Eine Früherkennung hilft dabei, dass der Tumor rechtzeitig bekämpft wird. Die Therapie erfolgt abhängig von Art und Stadium des Tumors, falls die Diagnose Augenkrebs lautet.

Welche Symptome liegen bei einem Tumor im Auge vor?

Solltest du Auffälligkeiten am Auge bemerken, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Auch Augenkrankheiten wie etwa eine Bindehautentzündung, Sehstörungen oder andere Beschwerden können Symptome aufweisen, die denen einer Krebserkrankung ähneln. Wichtig ist, dass du die Signale ernst nimmst, zur Krebsfrüherkennung gehst, auf folgende Anzeichen achtest und gegebenenfalls einen Augenarzt aufsuchst:

  • Rötungen und Schwellungen im und am Auge
  • Lidrandentzündungen
  • Abnahme der Sehkraft, verschleiertes Sehen
  • Schielen
  • Optische Veränderungen der Pupille
  • Verfärbte Stellen
  • Lichtblitze

Wie erkenne ich ein Aderhautmelanom?

Ein Aderhautmelanom kann unterschiedliche Beschwerden verursachen, ist zu Beginn jedoch oft ohne Symptome. Solltest du Schatten im Blickfeld, Sehstörungen und Augenschmerzen bemerken, suchst du am besten nach ärztlichem Rat. Häufig wird das Melanom erst bei einer Routineuntersuchung durch einen Augenarzt bemerkt; streut es, können Krebszellen über die Blutbahnen bis zur Leber gelangen. Die beste Chance, um ein Aderhautmelanom rechtzeitig zu entdecken, ist daher die Krebsfrüherkennung durch einen regelmässigen Augenarztbesuch.

Wie erfolgt die Diagnose von Augenkrebs?

Wenn der Verdacht auf Augenkrebs besteht, gehören mehrere Schritte zur Diagnose. Zunächst führt der Augenarzt das Anamnesegespräch und führt dann die körperliche Untersuchung durch. Dazu können Ultraschalluntersuchung, Kernspintomografie und eine Augenspiegeluntersuchung gehören. Letztere wird in der medizinischen Fachsprache als "Ophthalmoskopie" bezeichnet und kommt zum Einsatz, wenn der Arzt deinen Augenhintergrund untersuchen muss.

Wie läuft die Behandlung bei Augenkrebs ab?

Eine Behandlung von Augenkrebs ist grundsätzlich möglich, wenn der Tumor rechtzeitig entdeckt wird. Wie der Krebs behandelt wird, hängt vor allem von den Faktoren Art, Grösse und Position ab. Diese Methoden gibt es:

  • Die Strahlentherapie: Kann das Augenlicht des Patienten gerettet werden, so kann eine Strahlentherapie durchgeführt werden. Sie soll die Krebszellen vernichten. Die elektromagnetischen Strahlen dringen durch die Haut oder lokal (tumornah) ein. Am häufigsten wird hierbei die Protonenstrahltherapie eingesetzt. Sie soll bei einem Aderhautmelanom den Tumor von aussen mit Protonen bestrahlen.
  • Tumorexzision: Die chirurgische Entfernung eines Tumors kann erfolgen, wenn dieser an einer günstigen Stelle sitzt und eine bestimmte Grösse vorweist. Ziel ist auch hier, dass das Augenlicht erhalten bleibt und der Tumor möglichst vollständig beseitigt wird. Häufig folgt eine anschliessende Laserbehandlung, um verbliebene Zellen abzutöten.

Ist Augenkrebs heilbar?

Grundsätzlich kann Augenkrebs behandelt werden. Damit Patienten gerettet werden und gleichzeitig ihr Sehvermögen behalten, muss die Behandlung jedoch frühzeitig erfolgen, um die Heilungschancen von Augenkrebs zu erhöhen. Erkranken Kinder an einem Retinoblastom, kann dieses oft schon vor dem zweiten Lebensjahr diagnostiziert werden, wenn regelmässige Untersuchungen stattfinden. Erwachsene sollten zur Krebsfrüherkennung, um ihre Chancen auf eine rechtzeitige Diagnose und die passende Behandlung zu erhöhen.

Das könnte dich auch interessieren

Augenschmerzen und ihre Ursachen

Während Sehstörungen oft mit anderen Erkrankungen und Beschwerden zusammenhängen, haben Augenschmerzen ihren Ursprung oftmals im Auge und in der Augenhöhle selbst. Augenschmerzen sind nicht einfach zu orten und wirken teilweise wie eine Migräne. Dabei treten mit dem Schmerz auch Einschränkungen der Sicht auf. Daher ist eine Untersuchung beim Augenarzt nötig, um die Ursache zu klären.

Die Dioptrien-Skala für die optische Brechungswirkung der Brille

Es gibt unterschiedliche Formen der Fehlsichtigkeit, die das Tragen einer Sehhilfe notwendig machen. Viele Menschen bevorzugen eine Brille, andere Kontaktlinsen. Um die Brillengläser an die Sicht des Trägers anzupassen, spielt die Dioptrien-Skala eine wichtige Rolle, die alle Dioptrienwerte enthält und ein einheitliches System zur Messung darstellt.

Keratokonus – die wichtigsten Informationen über die Hornhauterkrankung

In der Schweiz gibt es etwa 5000 Patienten, die an dieser Augenkrankheit leiden. Die meisten von ihnen sind Männer, aber auch Frauen können daran erkranken. Es handelt sich dabei um ein vermutlich erblich bedingtes Leiden: der Keratokonus. Für die Betroffenen ist dies eine störende Verformung der Hornhaut, die sie im Alltag stark behindern kann. Falls du schon einmal mit dieser Krankheit in Berührung gekommen bist, hast du dir sicher viele Fragen gestellt. In diesem Artikel werden die sieben wichtigsten Fragen zum Keratokonus beantwortet.

Nahakkomodation und Fernakkomodation – alles über die Flexibilität der Augenlinse

Damit du Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung wahrnehmen kannst, muss dein Auge Nahakkommodation und Fernakkommodation beherrschen. Andernfalls würdest du immer nur Dinge in der gleichen Entfernung scharf sehen und der Rest der Welt wäre ein verschwommen. Doch wie schafft das Auge eine solch beeindruckende Leistung und welche Folgen können Störungen der Akkommodationsfähigkeit nach sich ziehen? Antworten auf diese und viele andere Fragen findest du hier.

Blindenschrift: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Dass zum Lesen und Schreiben nicht immer die Augen benötigt werden, beweist die Blindenschrift. Hier erfährst du, was die Blindenschrift genau ist, welche Schriftarten es gibt und wie sie funktioniert.

Tränende Augen – was könnte dahinter stecken?

Tränen haben vielfältige Aufgaben. Der Tränenfilm dient beispielsweise dazu, die Augen vor äusseren Einflüssen wie Fremdkörpern, Staub, Rauch oder Krankheitserregern zu schützen. Die Tränenflüssigkeit spült diese einfach weg. Kommt es zu tränenden Augen, steckt eine übermässige Tränenproduktion dahinter, die verschiedene Ursachen haben kann. Tränende Augen sind häufig lästig. Das Symptom ist jedoch weit verbreitet und hängt nicht immer mit starken Emotionen wie Freude oder Traurigkeit zusammen. Oftmals stecken Allergien, zu trockene Augen und Störungen des Tränenapparats dahinter. Leidest du unter tränenden Augen, solltest du die Ursache abklären lassen. Hier erfährst du, warum Augen tränen und was du dagegen tun kannst.