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Augenkrebs: Wichtige Fragen und Antworten

Der Augenkrebs gehört zu den seltenen Formen der Krankheit. Tritt er jedoch auf, dann ist es von höchster Wichtigkeit, dass du so schnell wie möglich die passende Behandlung erhältst. Im folgenden Artikel erfährst du alles Wichtige zum Thema Augenkrebs – welche Arten es gibt, wie der Augenarzt ihn entdeckt und wie der Behandlungserfolg aussieht.

Wie entsteht Augenkrebs?

Es gibt verschiedene Arten von Augenkrebs und unterschiedliche Ursachen für dessen Entstehung. Er gehört zu den seltenen Krebsarten, zeigt sich aber in zahlreichen Varianten und weist oft spät Symptome auf. Eine rasche Behandlung ist notwendig. Folgende Arten von Augenkrebs sind zu unterscheiden:

  • Das Retinoblastom: Babys und Kinder sind am häufigsten von einem Retinoblastom betroffen. Dieser Augenkrebs, bei dem es sich um einen sogenannten "embryonalen Tumor" handelt, kann erblich bedingt sein. Bei Retinoblasten handelt es sich um Stammzellen, welche sich in der Netzhaut unserer Augen finden. Die Herausforderung bei dieser Tumorart: Retinoblastome können schnell wuchern. Sollte der Tumor jedoch rechtzeitig entdeckt werden, erhöht eine frühzeitige Therapie die Chancen auf eine Heilung.
  • Der Lidtumor: Als bösartige Lidtumore sind das Basaliom, das Spinalom und der schwarze Hautkrebs bekannt. Zur Risikogruppe gehören vor allem Menschen mit besonders heller Haut, da diese Krebsart durch Sonnenstrahlung (UV-Strahlung) verursacht werden kann. Die Tumore können am oberen und unteren Lid entstehen.
  • Das Aderhautmelanom: Diese Form kommt am häufigsten bei Erwachsenen vor und ist oft auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie häufig nur auf einer Seite des Auges vorkommt. Ein Melanom der Aderhaut wächst in der Regel langsam und wird dadurch meist spät entdeckt – oft erst, wenn ein Aderhautmelanom bereits Metastasen bildet. Um die Heilungschancen zu erhöhen, solltest du deine Augen deshalb regelmässig und bei Verdacht untersuchen lassen.

Was tun, wenn mein Kind ein Retinoblastom hat?

Entwickeln Kinder ein Retinoblastom, macht sich diese Krebsart oft auf einer Augenseite bemerkbar. Zu den Auffälligkeiten gehören

  • eine Verfärbung der Pupillen (weisslich bis gelblich)
  • Augenschmerzen
  • Rötungen
  • Schielen

Es kann passieren, dass die Sehkraft abnimmt und das Auge geschwollen aussieht. Bemerkst du die Auffälligkeiten bei deinem Kind, solltest du zunächst einen Augenarzt konsultieren, um die Ursachen dafür abzuklären und zu erfahren, ob es sich um ein Retinoblastom handelt. Bei Säuglingen kann eine Diagnose bereits in den regelmässigen Routineuntersuchungen erfolgen, falls der Kinderarzt Auffälligkeiten bemerkt. Eine Früherkennung hilft dabei, dass der Tumor rechtzeitig bekämpft wird. Die Therapie erfolgt abhängig von Art und Stadium des Tumors, falls die Diagnose Augenkrebs lautet.

Welche Symptome liegen bei einem Tumor im Auge vor?

Solltest du Auffälligkeiten am Auge bemerken, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Auch Augenkrankheiten wie etwa eine Bindehautentzündung, Sehstörungen oder andere Beschwerden können Symptome aufweisen, die denen einer Krebserkrankung ähneln. Wichtig ist, dass du die Signale ernst nimmst, zur Krebsfrüherkennung gehst, auf folgende Anzeichen achtest und gegebenenfalls einen Augenarzt aufsuchst:

  • Rötungen und Schwellungen im und am Auge
  • Lidrandentzündungen
  • Abnahme der Sehkraft, verschleiertes Sehen
  • Schielen
  • Optische Veränderungen der Pupille
  • Verfärbte Stellen
  • Lichtblitze

Wie erkenne ich ein Aderhautmelanom?

Ein Aderhautmelanom kann unterschiedliche Beschwerden verursachen, ist zu Beginn jedoch oft ohne Symptome. Solltest du Schatten im Blickfeld, Sehstörungen und Augenschmerzen bemerken, suchst du am besten nach ärztlichem Rat. Häufig wird das Melanom erst bei einer Routineuntersuchung durch einen Augenarzt bemerkt; streut es, können Krebszellen über die Blutbahnen bis zur Leber gelangen. Die beste Chance, um ein Aderhautmelanom rechtzeitig zu entdecken, ist daher die Krebsfrüherkennung durch einen regelmässigen Augenarztbesuch.

Wie erfolgt die Diagnose von Augenkrebs?

Wenn der Verdacht auf Augenkrebs besteht, gehören mehrere Schritte zur Diagnose. Zunächst führt der Augenarzt das Anamnesegespräch und führt dann die körperliche Untersuchung durch. Dazu können Ultraschalluntersuchung, Kernspintomografie und eine Augenspiegeluntersuchung gehören. Letztere wird in der medizinischen Fachsprache als "Ophthalmoskopie" bezeichnet und kommt zum Einsatz, wenn der Arzt deinen Augenhintergrund untersuchen muss.

Wie läuft die Behandlung bei Augenkrebs ab?

Eine Behandlung von Augenkrebs ist grundsätzlich möglich, wenn der Tumor rechtzeitig entdeckt wird. Wie der Krebs behandelt wird, hängt vor allem von den Faktoren Art, Grösse und Position ab. Diese Methoden gibt es:

  • Die Strahlentherapie: Kann das Augenlicht des Patienten gerettet werden, so kann eine Strahlentherapie durchgeführt werden. Sie soll die Krebszellen vernichten. Die elektromagnetischen Strahlen dringen durch die Haut oder lokal (tumornah) ein. Am häufigsten wird hierbei die Protonenstrahltherapie eingesetzt. Sie soll bei einem Aderhautmelanom den Tumor von aussen mit Protonen bestrahlen.
  • Tumorexzision: Die chirurgische Entfernung eines Tumors kann erfolgen, wenn dieser an einer günstigen Stelle sitzt und eine bestimmte Grösse vorweist. Ziel ist auch hier, dass das Augenlicht erhalten bleibt und der Tumor möglichst vollständig beseitigt wird. Häufig folgt eine anschliessende Laserbehandlung, um verbliebene Zellen abzutöten.

Ist Augenkrebs heilbar?

Grundsätzlich kann Augenkrebs behandelt werden. Damit Patienten gerettet werden und gleichzeitig ihr Sehvermögen behalten, muss die Behandlung jedoch frühzeitig erfolgen, um die Heilungschancen von Augenkrebs zu erhöhen. Erkranken Kinder an einem Retinoblastom, kann dieses oft schon vor dem zweiten Lebensjahr diagnostiziert werden, wenn regelmässige Untersuchungen stattfinden. Erwachsene sollten zur Krebsfrüherkennung, um ihre Chancen auf eine rechtzeitige Diagnose und die passende Behandlung zu erhöhen.