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Bindehautentzündung Ansteckungsgefahr: So kann sie minimiert werden

Bindehautentzündung und Ansteckungsgefahr: Ein wichtiges Thema für Betroffene einer Konjunktivitis. Treten die ersten Symptome einer Bindehautentzündung auf, sollte das Risiko einer Ansteckung nicht unterschätzt werden, damit Angehörige, Freunde und Kollegen geschützt sind. Erfahre im folgenden Ratgeber, wie gross die Bindehautentzündung-Ansteckungsgefahr ist, wie sich die Entzündung der Bindehaut überträgt und welche Massnahmen du ergreifen kannst, um das Risiko zu minimieren.

Wie hoch ist bei Bindehautentzündung die Ansteckungsgefahr?

Eine Bindehautentzündung ist unter bestimmten Umständen hoch ansteckend. Das gilt, wenn sie durch Bakterien oder Viren ausgelöst wird. In seltenen Fällen kann es passieren, dass auch Pilze im Spiel sind. Auch dann ist eine Konjunktivitis ansteckend. Wenn du eine Bindehautentzündung hast, ist sie auf folgenden Wegen auf andere Menschen übertragbar:

  1. Direkter Körperkontakt: Betroffene können die Erkrankung durch eine Schmierinfektion übertragen. Schüttelst du jemandem die Hand, kann es passieren, dass Bakterien oder Viren beteiligt sind, wenn du zuvor zum Beispiel dein Auge gerieben hast.
  2. Über Gegenstände: Handtücher, Türklinken, Kissen oder andere Gegenstände, die in Kontakt mit der Infektion gekommen sind, übertragen ebenfalls die Erreger an andere Personen.

Welche Ursachen hat eine Bindehautentzündung?

Generell unterscheidest du zwischen zwei Arten der Konjunktivitis: Es gibt die infektiöse Bindehautentzündung, die durch Bakterien oder Viren (vor allem Adenoviren sowie Herpesviren) verursacht wird und eine nichtinfektiöse Entzündung der Bindehaut, die zum Beispiel durch Allergien, Staub und Verschmutzungen oder Medikamente ausgelöst werden kann. Die genauen Ursachen solltest du bei einem Augenarzt abklären lassen. Das ist nicht nur wichtig für die Behandlung, sondern auch um herauszufinden, ob die Erkrankung ansteckend ist, wenn es sich um eine bakterielle oder virale Infektion handelt.

Was sind die Symptome bei einer Konjunktivitis?

Folgende Symptome bemerkst du, wenn du unter einer Bindehautentzündung leidest:

  • Jucken in den Augen
  • Rötungen
  • Schwellungen im Augenbereich
  • Brennen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Fremdkörpergefühl
  • klebrige Augenlider

Bei bakteriellen Entzündungen bemerkst du ein weisses oder gelbliches Sekret, welches häufig am Morgen zu sehen ist. Es ist in der Regel klebriger als ein Sekret, das infolge einer nichtinfektiösen Bindehautentzündung entsteht. Es kann vorkommen, dass deine Sicht etwas verschleiert ist, wenn du unter einer Entzündung der Bindehaut leidest.

Wie lange bleibt die Bindehautentzündung ansteckend?

Wenn die Ursachen für eine Bindehautentzündung geklärt sind und es sich um eine infektiöse Entzündung handelt, kann diese bis zu mehrere Wochen ansteckend sein. Während sie bei einigen Betroffenen innerhalb weniger Tage wieder zurückgeht, bleibt sie bei anderen Menschen über einen längeren Zeitraum aktiv und stellt so eine Ansteckungsgefahr dar. Das bedeutet: Spürst du nur noch wenige Symptome, solltest du trotzdem auf eine besondere Körperhygiene achten und Körperkontakt zu anderen beschränken, um niemanden anzustecken.

Wie lassen sich bei einer Bindehautentzündung Ansteckungsgefahr und Bakterien reduzieren?

Möchtest bei einer Bindehautentzündung die Ansteckungsgefahr bestmöglich reduzieren, halte dich an folgende Regeln:

  1. Vermeide das Reiben oder Wischen deiner Augen, damit keine Erreger an deine Hände gelangen.
  2. Wasche deine Hände mehrmals am Tag, damit keine zusätzlichen Erreger in dein Gesicht gelangen, die eine Regeneration erschweren.
  3. Suche bei Beschwerden an Augenlidern oder deiner Schleimhaut rechtzeitig einen Augenarzt auf, um die Ursachen abzuklären und andere Krankheiten ausschliessen zu können.
  4. Keine Experimente: Verwende keine Hausmittel oder Medikamente, ohne zuvor mit deinem Arzt gesprochen zu haben. Da es sich bei den Augen um eine besonders empfindliche Körperpartie handelt, solltest du zunächst auf eine ausreichende Hygiene achten und die vom Arzt verschriebenen Augentropfen und Salben verwenden.
  5. Nutze ein eigenes Handtuch, das du nicht mit Mitbewohnern teilst. Das gilt auch für deinen Kopfkissenbezug.

Wie erfolgt die Behandlung bei einer Bindehautentzündung?

Die Behandlung hängt hauptsächlich von der individuellen Diagnose ab: Wenn es sich zum Beispiel um eine nichtinfektiöse, allergische Entzündung handelt (Auslöser zum Beispiel: Hausstaubmilben), wird dir dein Arzt beispielsweise steroidhaltige Augentropfen verschreiben. Ziel ist es, dass die Beschwerden gelindert werden und Schwellungen abheilen. Bei einer infektiösen Entzündung mit Bakterien kommen antibiotikahaltige Präparate zum Einsatz. Antiseptische Salben können bei der Desinfektion helfen. Leidest du unter trockenen Augen, kann ebenfalls die Applikation künstlicher Tränen in Form von Augentropfen verabreicht werden. Ob äussere Reize, Bakterien oder Viren: Die Behandlung solltest du immer mit einem Arzt besprechen, um Folgeschäden durch falsch eingesetzte Mittel zu vermeiden und deine Augengesundheit nicht zu gefährden.

Was sollte ich bei einer Konjunktivitis noch beachten?

Eine Bindehautentzündung kann Babys, Kinder und Erwachsene treffen, was bedeutet, dass die Ansteckungsgefahr der Bindehautentzündung für alle Altersgruppen gegeben ist. Umso wichtiger ist es, dass du auf eine besondere Hygiene achtest und temporär auf das Händeschütteln und engen Körperkontakt verzichtest, um Bakterien oder Viren nicht zu übertragen. Verzichte ausserdem auf Kosmetik für die Augen (Mascara, Lidschatten, Eyeliner, Kajal) und steige zunächst von Kontaktlinsen zur Brille um. Trägst du eine Augensalbe auf, sollten deine Hände sauber sein. Besser geeignet als die Fingerkuppen: saubere Wattestäbchen. Suchst du bei den ersten Anzeichen einer Bindehautentzündung einen Arzt auf, solltest du Auffälligkeiten im Anamnesegespräch detailliert schildern, damit eine passende Diagnose und Therapie erfolgen kann.

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