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Kleine Pupillen – Ursachen und Hintergründe

Die Augen sind der Spiegel der Seele. Das zeigt sich auch in der Pupillengrösse. Ein Schönheitsideal waren seit jeher grosse und erweiterte Pupillen, wobei einige Menschen früher auch mit Belladonna nachhalfen. Heute erweitert ein Augenarzt die Pupille mit Augentropfen, um eine bessere Diagnose stellen zu können. Sind die Pupillen dagegen klein, kann die Ursache auch in einer Erkrankung liegen. Alles zum Thema gibt es hier.

Welche Funktion hat die Pupille?

Die Pupille ermöglicht den Lichteinfall in das Innere des Auges. Beide Pupillen sind in der Regel gleich gross. Trifft Licht auf das Auge, verkleinert sich die Pupille, um das Auge davor zu schützen. Ist deine Umgebung dagegen dunkel, erweitern sich deine Pupillen, damit mehr Licht in das Auge eindringen kann. Die Pupille reguliert den Lichteinfall und verbessert die Abbildungsqualität. Enger wird sie auch, wenn du versuchst, ein Objekt genauer zu fixieren.

Anatomisch ist die Pupille die Öffnung, die von der Regenbogenhaut oder Iris eingefasst wird. Ihre Veränderung wird dabei nicht nur durch das Sehen selbst beeinflusst, sondern auch durch

  • Emotionen
  • Gedanken
  • Erkrankungen
  • Drogenmissbrauch
  • pupillenverändernde Substanzen

Die Regenbogenhautmuskulatur zieht sich zusammen oder erweitert sich. Dadurch kommt es zu kleinen oder grossen Pupillen. Diese sind notwendig, damit sich dein Auge beim Sehen an die Lichtverhältnisse anpasst.

Wie und wodurch entstehen kleine Pupillen?

Die Verkleinerung der Pupillen ist ganz normal bei Lichteinfall, Emotionen oder der Fixierung eines Gegenstands. Die Verengung durch die nähere Betrachtung bewirkt eine höhere Tiefenschärfe. Dabei zieht sich die Iris stark zusammen. Bei Lichteinfall soll der Vorgang das Auge schützen.

Werden die Pupillen jedoch stecknadelkopfgross, können auch andere Ursachen der Fall sein, so eine Vergiftung, die Wirkung von Drogen oder Pupillenstörungen. Ebenfalls sorgen Nervenerkrankungen für die Verkleinerung der Pupille. Die Augenbewegungen sind eingeschränkt und die Signalübertragung über das Gehirn erfolgt fehlerhaft.

Welche Ursachen und Erkrankungen sorgen für kleine Pupillen?

Die Pupillen haben im Normalfall und bei guter Gesundheit eine Grösse zwischen einem und acht Millimeter. Die Engstellung wird Miose genannt, die Erweiterung Mydriase. In der Jugend sind die Pupillen oftmals grösser, im Alter dafür stärker verengt. Störungen, Allergien, Verletzungen und Krankheiten beeinflussen die Pupillenmotorik. Auch bei Tumoren kann es zu einer Verengung der Pupillen kommen.

Neben typischen Augenerkrankungen sind kleine Pupillen auch durch lokale Verletzungen im sympathisch vegetativen Nervensystem bedingt. Die Augenheilkunde spricht dann vom Horner-Syndrom. Mit der Pupillenverengung wirkt das Auge kleiner, da auch das Oberlid weiter herunterhängt und das Unterlid hochsteht. Das Horner-Symdrom tritt bei folgenden Erkrankungen auf:

  • Verletzungen
  • Tumoren
  • Durchblutungsstörungen
  • Entzündungen
  • erweiterten Blutgefässen

Welche Drogen beeinflussen die Pupillengrösse?

Die Einnahme von Drogen beeinflusst die Grösse der Pupille enorm. Aufputschende Mittel sorgen für eine Erweiterung, beruhigende Drogen für eine Verengung. Drogen, die dich entspannen, wach machen oder einfach nur Glücksgefühle erzeugen, wirken sowohl auf die Neurotransmitter im Gehirn als auch auf die Augenmuskeln. Zu einer Verengung der Pupille kommt es bei Opiaten, zur Erweiterung bei Amphetaminen, Kokain, Cannabis, LSD oder MDMA. Gerade Halluzinogene verursachen eine verzögerte Lichtreaktion der Pupille, wodurch diese sich stark weitet oder nicht mehr reagiert.

Bei welchen Störungen der Augen reagieren die Pupillen gar nicht mehr?

Auf Licht nicht mehr reagierende Pupillen können andere Gründe haben. Die Bezeichnung dafür ist die Pupillenstarre, die absolut, reflektorisch oder amaurotisch auftreten kann.

  • Bei der absoluten Pupillenstarre ist die gesamte Pupillenmotorik aufgehoben. Ursachen können Entzündungen, Gefässerweiterungen, Nervenfaserschädigungen oder Blutungen sein.
  • Bei der reflektorischen Pupillenstarre reagiert die Pupille nicht mehr auf Lichtreize, stellt sich jedoch eng, wenn ein Objekt fixiert wird. Ursachen sind neben Blutungen und Tumoren auch infektiöse Krankheiten oder Alkoholismus.
  • Bei der amaurotischen Starre liegt eine Störung der Sensorik vor. Ursachen sind häufig Sehnerventzündungen oder eine Netzhautablösung.

Wie kann ein Augenarzt die Symptome für Störungen prüfen?

Augenärzte prüfen bei der Diagnose von Augenkrankheiten die Pupillenreaktion entweder mit Licht, um zu erkennen, ob sich die Pupille beim Lichteinfall verengt, oder durch spezielle Augentropfen, die eine Vergrösserung der Pupille verursachen. Dadurch ist es möglich, den Augenhintergrund zu untersuchen und die Symptome besser zu erkennen. Der Augenarzt leuchtet mit einem Augenspiegel das Auge aus und macht Symptome auf der Netzhaut, am Sehnerv oder an den Gefässen aus. Sind die Pupillen klein, ermöglichen die Tropfen Untersuchungen bei:

  • Entzündungen an der Netzhaut
  • Tumoren
  • Netzhautablösung
  • Netzhautrisse
  • Makula-Degeneration

Bei welchen Gefühlen werden Pupillen klein oder gross?

Deine Augen und Pupillengrösse verraten, wie du dich fühlst. Das liegt daran, dass die Veränderung der Regenbogenhaut durch das unbewusste Nervensystem erfolgt. Wenn das Gehirn entsprechend aufmerksamer wird oder abschaltet, wirkt sich das auf die Augen aus. Das ist nicht nur bei Stresseinwirkung und Angst so, sondern auch, wenn du aufmerksam oder unkonzentriert, müde oder gelangweilt bist. Ein Gesprächspartner, der sich entsprechend auskennt, merkt sofort, wann du seinem Bericht nicht mehr lauschst.

Angst und Aufregung sorgen für die Erweiterung der Pupille. Depression, Erschöpfung, Wut und Konzentration wiederum verkleinern sie. Auch Beruhigendes und schöne Erfahrungen machen die Pupille grösser, während etwas Unangenehmes das Zusammenziehen der Iris bewirkt. Viele Signale nimmt der Mensch bei der Kommunikation mit anderen nur unterbewusst wahr. In den Augen anderer kannst du jedoch sehr gut lesen, was Sache ist und auch beim Flirt erkennen, ob der andere wirklich interessiert ist, ob du Sympathie oder Antipathie weckst.

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