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Hornhauttransplantation – modernste Medizin für ein gutes Augenlicht

Hornhauttransplantation – modernste Medizin für ein gutes Augenlicht

Die Hornhauttransplantation ist eine weniger bekannte chirurgische Massnahme. Sie ist eine verlässliche Therapie, die bei verschiedenen Augenerkrankungen Heilung bringt. Mittlerweile wird sie von zahlreichen renommierten Augenkliniken durchgeführt und ist, wie sich herausstellte, für Patienten weniger belastend, als ursprünglich angenommen wurde. Manchmal ist die Keratoplastik sogar die einzige Chance, wieder richtig sehen zu können. In unserem FAQ erfährst du eine Fülle an Wissenswertem und an Hintergrundfakten über die Operation, die als Keratoplastik bekannt ist, aber auch etwa zum Thema Hornhautbanken.

Bei welchen Augenerkrankungen ist eine Hornhauttransplantation sinnvoll?

Vor einer Operation klären die Augenärzte der zuständigen Kliniken zunächst die Indikation für eine Hornhauttransplantation ab. Nicht in jeder Situation ist ein solcher Eingriff zweckmässig. Berechtigte Gründe für eine Hornhauttransplantation sind:

  • die Diagnostik hat eine Hornhauterkrankung ergeben
  • die Sehfähigkeit ist massiv eingeschränkt
  • der Patient ist konservativ austherapiert
  • andere Methoden der Hornhautchirurgie blieben wirkungslos

Genauer gesagt, ist die Hornhauttransplantation eine der Operationstechniken, die auch bei anderen Augenerkrankungen der Hornhaut zum Einsatz kommt, die mit einer Verschlechterung des Sehens einhergehen. Dazu gehlren:

  1. Geschwüre
  2. chronische Entzündungen
  3. Vernarbungen und Verletzungen
  4. Hornhauttrübung
  5. Keratokonus

Wie läuft eine Keratoplastik ab?

Liegt eine Augenerkrankung vor, die die Hornhaut beeinträchtigt, sucht der behandelnde Arzt zum Zweck der Hornhauttransplantation zunächst ein passendes Spenderorgan. Wurde in der Hornhautbank eine passende Hornhaut gefunden, wird der Empfänger benachrichtigt und begibt sich in die Klinik. In einem Vorgespräch klären ihn die behandelnden Augenärzte umfassend auf. Der komplette Eingriff unter Vollnarkose dauert eine knappe Stunde. Während der Patient schläft, setzen die Operateure die Spenderhornhaut ein und vernähen sie mit dem Rest der zuvor herauspräparierten geschädigten Hornhaut. Das geschieht unter Einsatz eines Operationsmikroskops.

Handelt es sich ausschliesslich um eine Keratoplastik, werden nur die erkrankten Hornhautschichten abgetragen. Alle gesunden Gewebeschichten bleiben erhalten. Ein bemerkenswerter Vorteil dieser Variante sind die besseren Heilungsaussichten.

Die Nachbehandlung besteht nur im Einträufeln der verordneten Augentropfen, um Abstossungsreaktionen zu unterbinden. Ungefähr zwölf Monate nach der OP werden die Fäden gezogen. Patienten, die sich einer kompletten Hornhauttransplantation oder einer Laser-Transplantation unterzogen haben, benötigen auch weiterhin Betreuung und ärztliche Behandlung. Die hierfür zuständige Fachdisziplin ist die Orthoptik. Sie kümmert sich um die Vorbeugung und Erkennung von Augenkrankheiten, ihre Behandlung und die Rehabilitation. In diesem Rahmen können die Patienten auch eine Sehschule besuchen.

Das jeweilige Spenderorgan wird übrigens von Organspendern nach deren Hirntod gewonnen. In einer Hornhautbank werden diese Hornhäute aufbewahrt. Viele Hornhautbanken pflegen eine internationale Zusammenarbeit mit weltweit ansässigen Instituten. Übrigens: Nicht nur die Hornhauttransplantation durch eine Spenderhornhaut kann die Funktionstüchtigkeit des betroffenen Auges weitgehend wiederherstellen. Alternativ dazu werden auch schon synthetische Hornhauttransplantate verwendet.

Muss ich vor dieser Operation Angst haben?

Nein. Die Unsicherheit nehmen dir schnell die beratenden Operateure. Für die Überwachung der Vollnarkose bist du in den Händen langjährig ausgebildeter, erfahrener Anästhesisten. Ausserdem verweilst du noch einige Tage im Krankenhaus und bist so unter fachlicher Beobachtung. Ein bisschen Mut zu haben, lohnt sich in diesem Fall, denn wieder richtig sehen zu können, ist ein grosses Geschenk. Eine Hornhauttransplantation wird übrigens auch bei einem Keratokonus eingesetzt.

Wie stehen die Erfolgschancen bei der Organtransplantation von der Hornhautbank?

Das Sehvermögen verbessert sich nach einer Hornhauttransplantation proportional zur Heilung des Augenorgans. Ungefähr vier bis sechs Wochen dauert es, bis die Hälfte der später gewünschten Sehfähigkeit eingetreten ist. Nach ungefähr ein bis zwei Jahren sollte die Heilung abgeschlossen sein. Die Sehleistung ist dann zwar immer noch begrenzt, hat aber merklich zugenommen – eine wesentliche Zunahme an Lebensqualität für die Betroffenen.

Gibt es Risiken?

Jein. Wie bei jedem operativen Eingriff, sind auch bei der Hornhauttransplantation Risiken nicht auszuschliessen. Diese liegen in der Vollnarkose und ferner in möglichen Abstossungsprozessen. Statistische Erhebungen zeigen jedoch, dass die Erfolgszahlen bei dieser OP sehr hoch sind.

Können Komplikationen auftreten?

Ja. Verschiedene Spezialisten empfehlen daher eine Excimer-Laser-Transplantation. Diese Technik hilft aber nur dann, wenn noch einzelne Schichten der Hornhaut intakt und unversehrt sind. Anderenfalls muss die Hornhauttransplantation in Vollnarkose vorgenommen werden. Im Unterschied dazu wird bei der Laserbehandlung kein Skalpell benutzt. Dieser weitgehend minimal-invasive Eingriff beruht auf der Lasertechnik. Sie arbeitet ohne Berührung, ist enorm präzise und schont das umliegende Gewebe. Positiv ist ausserdem die wesentlich schnellere Abheilung der Wunden.

Was ist eine künstliche Hornhaut?

Die künstliche Hornhaut oder die Keratoprothese spielt eine zentrale Rolle bei der Hornhauttransplantation. Es gibt durchaus Patienten, bei denen eine Transplantation mit einem Spenderorgan nicht realisierbar ist. Eine Keratoprothese besteht nicht aus menschlichem Gewebe, sondern aus synthetischen Materialien. Im Gegensatz zu einer aus Menschengewebe bestehenden Hornhaut muss die Keratoprothese zusätzlich befestigt werden. Das hat damit zu tun, dass künstliche Werkstoffe nicht so gut mit menschlichem Gewebe verwachsen. Bei einer Erblindung auf beiden Augen oder nach einem Scheitern einer konventionellen Hornhauttransplantation erhalten Patienten überwiegend die zweiteilige Boston-Keratoprothese.

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