Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Chlamydien – Augen sind durch extreme Übertragbarkeit gefährdet

Chlamydien in den Augen können schon bei Kindern massive Beschwerden verursachen. Das hat damit zu tun, dass die Chlamydien extrem ansteckend und damit leicht übertragbar sind. Unter bestimmten ungünstigen Bedingungen gelangen diese bakteriellen Keime in die Sehorgane. Dort lösen sie eine massive Infektion aus. Verschiedene Strukturen des Auges werden dadurch geschädigt. Mittlerweile ist eine Behandlung von Chlamydieninfektionen im Auge mit verschiedenen Methoden möglich. Dasselbe gilt für Krankheiten wie das Trachom. Lies mehr darüber auf unserem Vergleichsportal.

Was sind Chlamydien?

Hinter dem Begriff verbirgt sich eine ganze Familie von Bakterien, die an unterschiedlichen Stellen des Körpers verschiedene Infektionen auslösen können. Wie viele Bakterien, so können auch Chlamydien in dein Auge wandern. Die Erreger kommen zwar in unterschiedlichen Formen vor, ansteckend und pathogen sind aber hauptsächlich:

  • Chlamyda trachomatis
  • Chlamydia pneumoniae
  • Chlamydie psittachi

Die Bakterien sind stark infektiöse Mikroorganismen. Sie können verschiedene Organe befallen und werden sehr einfach übertragen. Bei einigen Erkrankungen muss daher nicht nur der Erkrankte, sondern auch sein Umfeld mitbehandelt werden.

Wie gelangen Chlamydien ins Auge und was bewirken sie dort?

Ganz unabhängig davon, wo sich die Chlamydien im Organismus zunächst manifestieren, können sie sich durch Schmierinfektion auch in andere Körperregionen ausbreiten. Chlamydien im Auge wandern beispielsweise von Entzündungsherden im Rachen oder der Harnröhre ein. Gerade Männer leiden häufig unter Harnröhrenentzündungen durch Chlamydien. Chlamydien in den Augen erzeugen schon nach einer kurzen Inkubationszeit belastende Beschwerden. Nur ein Augenarzt kann diese Symptome in einer umfassenden Untersuchung eindeutig zuordnen. Warte daher nicht zu lange, damit eine Therapie so schnell wie möglich eingeleitet wird.

Welche Symptome verursacht eine Infektion durch Chlamydien im Auge?

Befinden sich Chlamydien im Auge, dann musst du dich unbedingt in ärztliche Obhut begeben, um ernste Folgen zu vermeiden. Durch Chlamydia trachomatis beispielsweise kann ein Trachom entstehen. Dieses kann zum Verlust des Augenlichtes führen. Weitere Symptome bei einer Ausbreitung von Chlamydien im Auge sind:

  • Bindehautentzündung
  • Augapfel und Lider sind gerötet
  • Schmerzen
  • Sehfähigkeit ist eingeschränkt
  • Augen tränen verstärkt
  • Trübung der Kornea (Hornhaut)
  • beginnende Keratitis (Hornhautentzündung)

Chlamydien können die Augenorgane extrem schädigen. Verpasst du es, dir frühzeitige medizinische Versorgung zu suchen, riskierst du im Extremfall eine Erblindung.

Warum sind Chlamydien so gefährlich?

Haben sich die Chlaymdien in deinem Auge vermehrt, kommt es zu den typischen Beschwerden. Chlamydien pflanzen sich in einem ganz bestimmten Zyklus fort. Das Überleben dieser Lebewesen hängt dabei immer von einem Wirt ab. Das hat damit zu tun, dass diese Bakterienfamilie zu den parasitischen Mikroorganismen gehört. Treten die Chlamydien aus den Wirtszellen aus, sind sie höchst ansteckend und krankheitserregend. Allerdings bleiben Chlamydien als sogenannte Elementarkörperchen auch ausserhalb des Wirtes überlebensfähig.

Was ist ein Trachom?

Dieser medizinische Fachbegriff steht für die chronische Konjunktivitis. Eine Konjunktivitis ist ein entzündlicher Prozess der Bindehaut des Auges. Chronisch bedeutet, dass ein langanhaltender Krankheitsverlauf mit wiederkehrenden Symptomen vorliegt. Nicht immer ist dieser ungünstige Fortgang zu beheben, denn die Krankheit entwickelt sich langsam, aber hartnäckig. Fast immer sind beide Augen involviert. In Anlehnung an die Symptome wird die chronische, durch Chlamydien verursachte Konjunktivitis als „raues Auge" bezeichnet.

Ein Trachom erkennst du an:

  1. anhaltendem Juckreiz der Augenlider und des Auges
  2. übermässigem Tränenfluss
  3. Austritt von schleimigem, eitrigem Sekret
  4. Schwellung der Lider
  5. zunehmender Empfindlichkeit gegenüber Lichteinwirkung
  6. Druck- oder Reibungsgefühl

Das durch Chlamydien im Auge verursachte Trachom kann deine Gesundheit stark einschränken. Folgende Krankheitsstadien treten dabei auf:

  • meist fünf Follikel an der Innenhaut des Oberlides (glasige, körnchenartige Auswüchse)
  • extreme Augenreizung (hochinfektiös)
  • Narbenbildung an den Innenseiten des Lids, Formabweichungen des Lids (rollt sich mit Wimpern nach innen ein)
  • mechanische Beschädigung der Hornhaut durch nach innen gerichtete Wimpernhaare
  • Läsionen der Hornhaut, die zu einer Hornhauttrübung führen
  • Augenlid verkümmert und vernarbt, kein Lidschluss mehr möglich
  • Oberfläche des Auges trocknet aus, weil keine Benetzung mit Tränenflüssigkeit erfolgt

Welche Behandlung gegen Krankheiten durch Chlamydieninfektionen im Auge sind angebracht?

Gegen Krankheiten durch Chlamydien im Auge helfen bewährte Therapiemethoden:

  1. Verschreibung von Medikamenten mit Antibiotika wie Doxycyclin, Erythromycin oder Ofloxacin.
  2. Einmalige orale oder lokale Zufuhr von Azithromycin gegen eine chronische Keratitis und Konjunktivitis. Diese antibiotisch wirkenden Substanzen zielen darauf ab, die in den Zellen befindlichen Chlamydien abzutöten.
  3. Fehlstellungen des Augenlides werden mit einem operativen Eingriff korrigiert. Starke Vernarbungen der Hornhaut können durch eine Keratoplastik behoben werden.

Du solltest darauf achten, dass es nicht zu einer erneuten Schmierinfektion kommt. Damit die Chlamydien nicht ins Auge gelangen, ist eine sorgfältige Hygiene des Gesichts und der Hände unabdingbar. Befindet sich noch die Augenerkrankung noch in einem sehr frühen Stadium, dann ist die Aussicht auf Heilung sehr gut.

Warum können Kinder durch Chlamydien im Auge erblinden?

Mit Chlamydien infizierte schwangere Frauen und deren Neugeborene unterliegen einem besonderen Risiko. Durch die Ansteckung mit Chlamydien kann eine Übertragung der Erreger von den Frauen auf das Baby erfolgen. Im schlimmsten Fall erblinden die Kinder durch die Erreger.