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Korrigierte Schutzbrillen tragen? Das ist zu beachten

Wer unter Kurz- oder Weitsichtigkeit leidet und während der Arbeit einen Augenschutz tragen muss, greift gerne auf eine korrigierte Schutzbrille zurück. Sie ist eine Kombination aus Schutz und Sehhilfe. Eine Alternative wären Kontaktlinsen in Verbindung mit einer Schutzbrille ohne korrigierende Gläser. Welche Variante optimal ist, hängt vom individuellen Empfinden ab. Damit korrigierte Schutzbrillen ihren Zweck erfüllen, müssen sie optimal auf die Fehlsichtigkeit abgestimmt sein. Die Gläser müssen also in der richtigen Stärke ausgestellt sein. Ein Augenarzt ist dein Ansprechpartner, wenn du dich für eine Schutzbrille mit korrigierenden Brillengläsern interessierst.

Wann benötige ich einen Augenschutz?

Korrigierte Schutzbrillen gehören an jedem Arbeitsplatz zur Schutzausrüstung, an dem die Augen irgendwie gefährdet werden können. Darunter fallen vor allem Arbeitsplätze

  • in der Produktion am Fliessband
  • an denen durch Schweissen oder Löten Funkenflug entsteht
  • an denen sehr grelles Licht zum Arbeiten erforderlich ist
  • wo Schmutz und Sand in die Augen gelangen kann
  • wo andere Fremdkörper ins Auge wirbeln können

Wenn du an einem solchen Arbeitsplatz tätig bist oder privat beim Heimwerken arbeitest, ist es ratsam, deine Augen vor dem Eindringen von Fremdkörpern und damit vor Verletzungen zu schützen.

Warum sind Arbeitsschutzbrillen zu empfehlen?

Bist du als Arbeitnehmer an einem Arbeitsplatz eingeteilt, an dem deine Augen gefährdet werden können, ist dein Arbeitgeber verpflichtet, einen Arbeitsschutz zu deiner Sicherheit bereitzustellen. Häufig bietet er eine einfache Bügelbrille an, die mit einem Band ergänzt wird, sodass du sie um den Hals tragen kannst. Du hast deine Schutzbrille dann immer bei dir, wenn du an deinem Arbeitsplatz tätig bist. In der Regel musst du dir eine solche Schutzbrille nicht selbst besorgen, denn der Arbeitgeber hat juristisch gesehen die Pflicht, die nötige Ausstattung für deinen Arbeitsplatz bereitzustellen. Diese juristische Verpflichtung gibt es übrigens aus einem ganz einfachen Grund: Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht seinem Mitarbeiter gegenüber und muss an gefährlichen Arbeitsplätzen die nötigen Schutzvorkehrungen treffen.

Reicht eine normale Bügelbrille als Augenschutz aus?

Sofern du Arbeitsschutzbrillen trägst und deine Sehstärke nicht optimal ist, benötigst du zusätzlich zur Schutzbrille noch einen Sehhilfe. Die normale Bügelbrille, die du im Alltag trägst, reicht allerdings nicht aus. Eine Schutzbrille besteht aus einem bruch- und temperaturresistenten Material, das sehr robust ist und Stösse sowie hohe Temperatur aushält. Sollte beim Arbeiten einmal ein Stein, ein Funke oder ähnliche Fremdkörper dagegen prallen, schadet das dem Glas wenig. Eine herkömmliche Bügelbrille mit Glas- oder Kunststoffgläsern ist hingegen schnell beschädigt. Sie muss repariert oder sogar ganz ersetzt werden. Deshalb ist eine herkömmliche Brille kein passender Ersatz für eine Schutzbrille. Eine gute Alternative sind hingegen korrigierte Schutzbrillen.

Was kann ich tun, wenn ich weitere Produkte als Schutz nutzen muss?

An vielen Arbeitsplätzen sind neben den üblichen Augenschutzbrillen zusätzliche Schutzmassnahmen erforderlich. Als besonders gefährdet gilt häufig der Kopf, denn er ist nicht durch Kleidung bedeckt. Je nach Tätigkeitsfeld bist du also verpflichtet, neben deiner Schutzbrille einen Gehörschutz für die Ohren oder einen Schutzhelm für deinen Kopf zu tragen. Wenn das der Fall ist, sollte die gesamte Schutzausstattung aufeinander abgestimmt sein, sodass sich die einzelnen Produkte nicht gegenseitig stören. Ausserdem sollte die Ausrüstung so gefertigt sein, dass du sie bequem über einen längeren Zeitraum tragen kannst, ohne dass Druckstellen oder Hautreizungen entstehen.

Wo finde ich gute korrigierte Schutzbrillen?

Korrigierte Arbeitsschutzbrillen sind eine Sonderanfertigung. Sie dienen dazu, deine Fehlsichtigkeit zu korrigieren, sodass du eine normale Sehstärke erlangst. Meist werden solche Brillen bei einem Optiker gefertigt: Korrigierte Arbeitsschutzbrillen werden an deine Fehlsichtigkeit angepasst. Deshalb muss zuerst der Grad deiner Kurz- oder Weitsichtigkeit festgestellt werden.

Wie wird eine korrigierte Schutzbrille angefertigt?

Wenn du entschieden hast, dass eine Korrektionsschutzbrille für dich ideal ist, weil du keine Kontaktlinsen in Verbindung mit einer normalen Schutzbrille tragen willst und weil eine klassische Schutzbrille bei deiner Sehkraft nicht ausreicht, wendest du dich an einen Augenarzt. Er führt einen Sehtest durch und stellt den Grad deiner Fehlsichtigkeit fest. Er misst, wie hoch die Anzahl der Dioptrien ist, die deine korrigierte Schutzbrille zum Ausgleich haben muss. Mit seiner Empfehlung gehst du in ein Fachgeschäft für Brillen und fragst dort nach, ob dort auch korrigierte Schutzbrillen herstellt werden oder ob man dir einen Experten nennen kann, der entsprechende Produkte für den Arbeitsschutz herstellt.

Kann ich mir einen Augenschutz mit meinem Kollegen teilen?

Korrigierte Schutzbrillen werden speziell für deine Augen angefertigt. Sie sollen deinen Sehfehler ausgleichen, damit du am Arbeitsplatz optimal siehst. Deshalb ist es nicht ratsam, wenn du dir einen solchen Schutz mit einem anderen Mitarbeiter teilst. Mit korrigierten Gläsern kann er nichts sehen, weil seine Sehfähigkeit nicht mit deiner Sehkraft identisch ist. Ob du eine klassische Schutzbrille oder einen Gehörschutz gemeinsam mit anderen Kollegen tragen kannst, wird dein Arbeitgeber festlegen. Denke aber daran, dass die Schutzausrüstung zu dir und deinen Körpermassen passen muss.