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Tränende Augen – was könnte dahinter stecken?

Tränen haben vielfältige Aufgaben. Der Tränenfilm dient beispielsweise dazu, die Augen vor äusseren Einflüssen wie Fremdkörpern, Staub, Rauch oder Krankheitserregern zu schützen. Die Tränenflüssigkeit spült diese einfach weg. Kommt es zu tränenden Augen, steckt eine übermässige Tränenproduktion dahinter, die verschiedene Ursachen haben kann. Tränende Augen sind häufig lästig. Das Symptom ist jedoch weit verbreitet und hängt nicht immer mit starken Emotionen wie Freude oder Traurigkeit zusammen. Oftmals stecken Allergien, zu trockene Augen und Störungen des Tränenapparats dahinter. Leidest du unter tränenden Augen, solltest du die Ursache abklären lassen. Hier erfährst du, warum Augen tränen und was du dagegen tun kannst.

Wie erkenne ich tränende Augen?

Tränende Augen sind erst einmal nichts Ungewöhnliches. Tränen können ein Zeichen starker Emotionen sein. Das Auge wird zudem ständig mit Tränenflüssigkeit versorgt, um es zu schützen. Bei jedem Lidschlag wird das Auge erneut mit Tränenflüssigkeit benetzt. Dieser Film aus Tränenflüssigkeit hat folgende Aufgaben:

  1. Der Tränenfilm dient als Gleitmittel für die Lider
  2. Die Tränen schützen die Augen vor Austrocknung
  3. Die Tränenflüssigkeit versorgt die Augen mit Sauerstoff und Nährstoffen
  4. Der Tränenfilm bietet Schutz vor Fremdkörpern und schwemmt diese aus dem Auge
  5. Die Augen werden vor Infektionen geschützt
  6. Der Tränenfilm unterstützt das scharfe Sehen

Welche Ursachen gibt es für tränende Augen?

Wer unter tränenden Augen leidet, fragt sich vermutlich, welche Ursachen dahinter stecken. Die Pathogenese beziehungsweise Entstehung und Entwicklung tränender Augen kann von verschiedenen Faktoren abhängen. Zu den häufigsten Ursachen gehören Allergien und altersbedingte Veränderungen. Aber auch zu trockene Augen können die Entstehung tränender Augen begünstigen. Weitere mögliche Ursachen sind Erkrankungen wie Diabetes mellitus. Der Verdacht auf eine Infektion der Augen liegt ebenfalls nahe.

Ursachen für tränende Augen sind:

  1. Allergien, die sich auf Nase und Augen auswirken (Allergischer Schnupfen oder allergische Bindehautentzündung)
  2. Infektionen der oberen Atemwege
  3. Lidfehlstellungen
  4. Trockene Augen (die Augenoberfläche wird ständig gereizt und die Tränendrüsen reagieren darauf mit der Produktion von Tränenflüssigkeit.)
  5. Chronisch infizierte Tränensäcke
  6. Altersbedingte Veränderungen der Tränenwege
  7. Augenwimpern, die nach innen wachsen und so das Auge reizen

Weitere Ursachen können lange Zeiten vor dem Bildschirm sein. Zudem können trockene Luft und Klimaanlagen das Problem verschlimmern.

Kommen auch Lidfehlstellungen wie die Ptosis als Ursache in Frage?

Es gibt neben Infektionen und Allergien einige weitere Ursachen, die zu tränenden Augen führen können. So können Lidfehlstellung wie nach aussen oder innen gedrehte Lider tränende Augen begünstigen. Zu den Lidfehlstellungen gehört auch die Ptosis. Bei einer Ptosis handelt es sich um ein hängendes Augenlid, das angeboren oder später im Leben erworben sein kann. Handelt es sich um eine angeborene Ptosis, kann der Arzt diese durch eine Operation beheben. Wurde die Ptosis im Laufe des Lebens erworben, können Arzt und Patient abwarten, ob sich diese zurückbildet. Geschieht das nicht, kann der Arzt auch hier zu einer Operation raten. Die Ursachen für eine Ptosis können unter anderem das Alter, eine Schädigung des Sympathikus, ein Schlaganfall oder eine Muskel- oder Nervenschwäche sein. Zu einem hängenden Augenlid kann es beispielsweise bei einer Parese oder Trochlearisparese kommen. Zudem können Schlaganfälle oder andere Erkrankungen zu einer Störung der Papille führen.

Welcher Verdacht liegt bei tränenden Augen nahe?

Tränen die Augen nach einer vorhergehenden Kopfverletzung, liegt der Verdacht auf einen Bruch der Schädelbasis nahe. Hier sollten Pupillenstörungen sowie eventueller Schwindel genau beobachtet werden. Bei einer Verletzung am Schädel müssen immer auch die Augen auf Pupillenstörungen untersucht werden. Hier kann auch die Wahrnehmung deutlich beeinträchtigt sein.

Schwindel und tränende Augen – kann ein Schielwinkel die Ursache sein?

Wenn es sich um ein angeborenes manifestes Schielen handelt, arbeiten die beiden Augen nicht richtig zusammen. Der Schielwinkel kann je nach Ausprägung des Schielens klein oder gross sein. Das Schielen führt möglicherweise zu Schwindel und Doppelbildern. Hinzu kommt das Risiko, dass das abweichende Auge schwachsichtig wird. Werden Schwinder oder ein Schielwinkel festgestellt, sollten diese auf jeden Fall behandelt werden. Möglich ist das durch eine Prismenkorrektur beziehungsweise einen Prismenausgleich mittels Brille oder durch eine Schieloperation. Wenn du unter Schwindel und Sehproblemen leidest und eventuell schielst, solltest du einen Termin beim Augenarzt vereinbaren und mit ihm über eine Prismenkorrektur oder Schieloperation sprechen. Bei Kindern ist auch das Abkleben des nicht abweichenden Auges möglich. Wird das Schielen bei Kindern früh erkannt und behandelt, ist die Prognose gut: Lasse einen plötzlichen Schielbeginn daher immer untersuchen.

Wann muss ich mit tränenden Augen zum Arzt?

Tränende Augen sind nicht immer ein Grund, um den Augenarzt zu rufen. Tränen die Augen nur kurzzeitig und liegt das starke Tränen am Wind oder an starker Müdigkeit, musst du nicht unbedingt zum Arzt. Hält dieser Zustand jedoch länger an, dann solltest du unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Tränende Augen können viele Ursachen haben und in manchen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter. Du solltest sie daher auf jeden Fall ärztlich abklären lassen, auch wenn kein Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung besteht.

Wie werden tränende Augen behandelt?

Tränende Augen werden je nach Ursache ganz unterschiedlich behandelt. Bespreche mit deinem Augenarzt, welche Therapie für dich in Frage kommt. Nach einer gründlichen Untersuchung kann er die richtige Behandlung anordnen und dir die Prognose mitteilen.

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