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Bindehautentzündung: Ursachen finden und korrekt behandeln

Bindehautentzündung: Ursachen finden und korrekt behandeln

Vielleicht hast du es auch schon einmal erlebt: Deine Augen sind rot, brennen und ein schleimiges Sekret erschwert die Sicht. Das sind typische Symptome für eine Bindehautentzündung. Diese Augenentzündung, in der Fachsprache als Konjunktivitis bezeichnet, ist die häufigste Augenerkrankung in Europa. Hier findest du die Antworten auf die sieben häufigsten Fragen rund um die Bindehautentzündung.

Wie erkenne ich eine Bindehautentzündung?

Bei einer Bindehautentzündung gibt es vielseitige Symptome am und im Auge, die sich für den Betroffenen oft unangenehm anfühlen. Besonders auffällig ist eine starke Rötung des Auges, die durch die stärkere Durchblutung der Gefässe in der Bindehaut verursacht wird. Zudem kann es zu einem Brennen oder Jucken im entzündeten Auge kommen. Einige Betroffene berichten auch von einem Fremdkörpergefühl oder dem Gefühl, Sandkörner im Auge zu haben.

Oft kommt es bei einer Konjunktivitis zu einer erhöhten Sekretbildung im Auge, um den Krankheitserreger auszuschwemmen. Dieses schleimige, oft gelblich gefärbte Sekret führt dazu, dass deine Augen verklebt sind und sich nur schwer öffnen lassen. Infolge der gereizten Bindehaut kann es zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit (Photophobie) kommen.

Wodurch wird eine Bindehautentzündung ausgelöst?

Eine Bindehautentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann bakteriell (durch Bakterien) oder viral (durch Viren) verursacht werden. In einigen Fällen ist sie jedoch durch nicht infektiöse Ursachen bedingt. Letzteres können zum Beispiel Allergien sein. Die allergiebedingte Entzündung tritt häufig im Frühjahr auf, wenn die Saison des Pollenflugs beginnt. Diese Art der Bindehautentzündung ist vergleichsweise harmlos. Sie ist nicht ansteckend, sondern wird durch eine Überempfindlichkeit des Auges auf eine bestimmte Pollenart ausgelöst.

Was löst eine bakterielle Konjunktivitis aus?

Es gibt nicht nur einen Bakterienstamm, der zu einer Bindehautentzündung führen kann. Häufige Erreger sind beispielsweise:

  • Chlamydien: Die bekannte Geschlechtskrankheit kann auch eine Bindehautentzündung hervorrufen, wenn der Erreger in die Augen gelangt. Eine Ansteckungsquelle können Schwimmbäder sein.
  • Haemophilus influenzae: Dieses Bakterium nutzt oft das geschwächte Immunsystem bei einem grippalen Infekt, um sich ungestört zu vermehren.
  • Pseudomonas: ein weiteres Bakterium, das ein geschwächtes Immunsystem zu seinem Vorteil nutzt.

Wo liegen die Ursachen einer viralen Bindehautentzündung?

Bei einer viralen Bindehautentzündung, deren Ursache Viren sind, werden zwei Arten unterschieden.

  1. Es gibt Viren, die direkt zu einer Bindehautentzündung führen. Dazu zählt die Gruppe der Adenoviren oder auch die Enteroviren.
  2. Andere Viren erzeugen die Konjunktivitis nur als Begleiterscheinung. Das kann bei Infektionen mit Masern, Mumps oder Röteln passieren. Die Bindehautentzündung ist dann nur eine begleitende Erkrankung.

Eine virale Bindehautentzündung ist gefährlicher als eine bakterielle. Sie ist nicht nur ansteckender, sondern kann auch auf andere Teile des Auges, beispielsweise die Hornhaut übergehen.

Welche Symptome erfordern eine ärztliche Behandlung?

Grundsätzlich solltest du mit einer Bindehautentzündung immer einen Arzt aufsuchen. Der Verlauf einer Bindehautentzündung sollte unbedingt durch einen Augenarzt untersucht werden. Dieser ermittelt den konkreten Auslöser deiner Beschwerden und verordnet die entsprechenden Medikamente. Augenärzte gehen bei einer Bindehautentzündung in schweren Fällen von einer Krankheitsdauer von bis zu drei Wochen aus. Solltest du Kinder haben, die davon betroffen sind, sollten sie während dieses Zeitraumes nicht in die Schule gehen. Eine Bindehautentzündung ist ansteckend, weshalb soziale Kontakte vermieden werden sollten, bis die Behandlung erfolgreich war.

Welche Augentropfen helfen bei einer Bindehautentzündung?

Welches Medikament am besten wirkt, entscheidet dein Augenarzt. Es gibt verschiedene Präparate, die bei Augenentzündungen verschrieben werden. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkung, je nachdem, welche Ursache der Bindehautentzündung zugrunde liegt. Dabei muss es sich nicht zwingend um Augentropfen handeln. Sind die Augenlider ebenfalls von der Infektion betroffen, kann auch die Verwendung einer Augensalbe Abhilfe schaffen. Eine Kombination beider Medikamente ist ebenfalls möglich.

Sollte es sich um eine leichte Reizung der Bindehaut handeln, kannst du auch ein Medikament in der Apotheke kaufen. Das sind oft Augentropfen, die die Bildung von Tränenflüssigkeit unterstützen und so zur Befeuchtung des Auges beitragen. Lass dich in diesem Fall immer von deinem Apotheker und im Zweifelsfall von deinem Augenarzt beraten. Auch bei Fragen zur Anwendung können sie dir weiterhelfen.

Muss ich noch etwas beachten bei einer Bindehautentzündung?

Damit du niemanden ansteckst, solltest du deine sozialen Kontakte für die Dauer der Krankheit gering halten. Dein Arzt wird die entsprechend die Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Ausserdem solltest du auf eine erhöhte Handhygiene achten. Dazu zählt häufiges Händewaschen und die Desinfektion der Hände. Vor allem, wenn du mit dem Sekret des entzündeten Auges in Berührung gekommen bist, solltest du deine Hände reinigen. So vermeidest du, die Erreger weiter zu verbreiten.

Teile dein Kopfkissen nicht mit anderen, während deine Augen entzündet sind. Zudem solltest du alle Kissenbezüge waschen, um einer erneuten Ansteckung vorzubeugen. Wenn du Kontaktlinsenträger bist, darfst du für die Dauer der Bindehautentzündung keinesfalls Kontaktlinsen tragen. Sie können nicht nur die Genesung behindern, sondern sogar dazu führen, dass sich die Symptome verschlimmern.

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